BENQ COLOR MANAGEMENT DISPLAYS – Für originalgetreue Farben

Als Fotograf sollte es grundsätzlich Ihr Ziel sein, dass Betrachter Ihre aufwändigen Bildwerke so zu sehen bekommen, wie Sie es vorgesehen haben. Eines der wichtigsten Handwerkszeuge dafür ist ein gutes Color-Management-Display.

Foto: Michael B. Rehders - Der BenQ SW320 ist ein bezahlbarer 4K-Profi-Monitor für Fotografen und Filmproduzenten, um hochauflösende Bildwerke farbrichtig darzustellen – und das ist bereits aus dem Karton möglich, ganz ohne Korrekturen.

Foto: Michael B. Rehders – Der BenQ SW320 ist ein bezahlbarer 4K-Profi-Monitor, der mit 31,5 Zoll Diagonale für Fotografen und Filmproduzenten geeignet ist, um hochauflösende Bildwerke farbrichtig zu bearbeiten.

 

Schöne Farben sind keine Frage des Geschmacks
Haben Sie auch schon Fotoabzüge aus dem Labor erhalten und sich gefragt, was dort vermeintlich schiefgelaufen ist? – Die tollen Sommeraufnahmen unter strahlendblauem Himmel sehen unnatürlich blass aus. Die sonnengebräunte Haut ihrer Urlaubsbegleitung erscheint krebsrot, und die Schwarz/Weiß-Bilder haben einen unschönen grünen Farbstich?
Dabei haben Sie sich die Fotos vorher betrachtet: Auf dem Display ihrer Kamera. Auf dem Monitor ihres Notebooks. Auf dem Bildschirm ihres Computers. Und da sehen die Farben überaus natürlich aus – oder vielleicht doch nicht?
Als Fotograf habe ich schon früh gelernt, dass schöne Farben keine Fragen des Geschmacks sind.
Wenn meine Kunden die aufwändig produzierten Bildwerke so sehen sollen, wie ich es vorgesehen habe, müssen alle am Workflow beteiligten Personen denselben Standard verwenden. Also der Fotograf, der Grafiker, der Drucker und bei Filmproduktionen sogar der Kinobesitzer. Denn wenn auch nur einer dieser Personen der Ansicht ist, er kann von den festgeschriebenen Standards abweichen, wird sich das auf das Bildergebnis am Ende negativ auswirken.
Aus diesem Grund gibt es Color Management Displays – also professionelle Monitore – die Bildwerke so zeigen wie sie später final erscheinen sollen.

Foto Michael B. Rehders

Foto Michael B. Rehders – Links ist das fertig gerahmte Schwarz/Weiß-Bild in meiner Ausstellung zu sehen. Rechts ist die bearbeitete Fotoaufnahme auf dem BenQ Color Management Display abgebildet. Es ist gut zu sehen, dass alle Details der Originalaufnahme auf dem Print vorhanden sind. Darüber hinaus erscheinen Print und Monitordarstellung vollkommen farbneutral. So sieht ein optimaler Workflow aus.

 

Perfekte Farben ab Werk
Wichtig ist meiner Meinung nach, dass das Color Management Display vorzügliche Werkseinstellungen besitzt. Um das mal zu veranschaulichen habe ich mehrere Bildschirme vermessen.

BenQ Tabelle CIE - Werkseinstellung

Farbraum des BenQ SW2700 ab Werk – Die Messungen bestätigen, dass die Delta-E-Werte der Primär- und Sekundärfarben allesamt im grünen Bereich sind. Das Gamut trifft die Sollkoordinaten fast punktgenau.

 

BenQ Tabelle Farbtemperatur - Werkseinstellung

Graustufenverlauf des BenQ SW2700 – Der Helligkeitsverlauf von Schwarz zu Weiß verläuft praktisch mustergültig. Auch hier gibt es mal so gar nichts zu Kritteln.

In der Praxis macht sich der hervorragende Auslieferungszustand eines Bildschirms bezahlt, wie am obigen Schwarz/Weiß-Foto ja gut zu sehen ist. Doch Farbfotos profitieren im gleichen Maße davon.

Collosseum - Foto: Michael B. Rehders, Rom 2016

Kolosseum – Foto: Michael B. Rehders, Rom 2016

Die Originalaufnahme habe ich letztes Jahr in Rom geschossen. Die Bäume und Sträucher weisen feinste grüne Farbnuancen auf. Ebenso ist der Farbverlauf im Himmel ausgesprochen homogen.

Foto: Michael B. Rehders

Foto: Michael B. Rehders – BenQ SW2700PT: Auf dem Bildschirm werden alle Farbnuancen detailliert dargestellt. Obendrein reproduziert der Bildschirm die fein differenzierten Wolken

 

Große und kleine Farbräume
Heutzutage gibt es hunderte Farbmodelle für unterschiedliche Anwendungszwecke. Im Grunde fußen alle auf dem 1931 entwickelten CIE-Normvalenzsystem (CIE 1931).
Wer einen Blick ins Menü seiner Kamera wirft, wird schnell zwei Farbraumprofile erblicken: Nämlich Adobe RGB und sRGB.
Diese Farbraumprofile ermöglichen die „Aufnahme“ unterschiedlich gesättigter Farben.
Um das mal anhand von zwei Fotos zu verdeutlichen:

Collosseum Rom - Foto: Michael B. Rehders, Rom 2016

Kolosseum Rom – Foto: Michael B. Rehders, Rom 2016 – Links ist die Aufnahme mit dem Farbprofil Adobe RGB. Rechts ist es im Farbprofil sRGB zu sehen.

Es ist mit bloßen Augen bereits zu erkennen, dass das Farbspektrum des Bildes im sRGB-Farbraum limitiert ist. Die Folge sind weniger sattes Grün und Cyan.
In diesem Vergleich wird deutlich, wie wichtig in der Bildbearbeitung die Nutzung des richtigen Farbmodells ist, wenn Bildwerke originalgetreu reproduziert werden sollen.

Wieso das so ist, erklärt am besten das nachfolgende Farbmodell-Diagramm.

0,00645 Farbräume REC709 - 2020 - Adobe RGB - DCI

Das farbige „Hufeisen“ zeigt das komplette Farbspektrum, welches das gesunde menschliche Auge wahrnehmen kann. Die farbigen Dreiecke darin bilden die Farbspektren ab, die von den folgenden Standards verwendet werden, die wir heutzutage überall in Film und Foto antreffen: sRGB (Schwarz), DCI-P3 (Gelb), Adobe RGB (Rot) REC.2020 (Weiß) Auffällig ist sofort, dass es keinen Farbstandard gibt, der das komplette Farbspektrum von 320 bis 720 nm (Nanometer = Maßeinheit) abdeckt.

Der sRGB-Farbraum ist am Kleinsten. Der REC.2020-Farbraum am Größten; allerdings gibt es aktuell kein Kontent zu kaufen, dass dieses große Spektrum nutzt. Der Farbraum Adobe RGB fällt deutlich größer aus als der sRGB-Farbraum. Da Fotolabore diesen Farbraum verwenden, sind damit viel differenziertere Naturaufnahmen möglich (siehe oben).
Der DCI-P3-Farbraum wird sowohl vom Kino genutzt als auch von der brandneuen 4K-Blu-ray. Also ist es gut, wenn der Monitor auch diesen Farbraum darstellen kann, wenn der Nutzer beispielsweise Filme fürs Kino darauf bearbeitet.

Foto: Michael B. Rehders

Foto: Michael B. Rehders – BenQ SW2700PT: Hierbei handelt es sich um eine Fotoaufnahme, die ich für eine Verlosungsaktion geschossen habe. Im Adobe-RGB-Farbraum kommen die wunderbaren Goldfarben perfekt zur Geltung. So sieht das Ergebnis aus, wenn alle am Workflow beteiligen Personen die Standards einhalten.

 


Kalibrierung: Präzise Farben mit professionellen Maßstäben

Warum muss ein Bildschirm kalibriert werden, wenn dieser bereits richtige Farben darstellt?-  Leider geben nicht alle Zuspieler korrekte Farben aus. Allen voran verfälschen viele Grafikkarten in PCs das Original sichtbar. Ebenso geben fast alle Notebooks fehlerhafte Bildsignale an ihren HDMI- und DisplayPort-Ausgängen aus; das ist leider selbst dann der Fall, wenn der eigene Bildschirm des Notebooks kalibriert worden ist. Die Software für die Kalibrierung greift nämlich erst nach der Grafikkarte. Das Bild wird aber schon vorher über die digitale Schnittstelle der Grafikkarte ausgegeben.
Aus diesem Grund kann es erforderlich sein, den Monitor zu kalibrieren (also einzustellen). Spätestens jedoch, wenn die Farben darauf vom Original sichtbar abweichen.

 

BenQ SW320 - Kalibrierung mit i1 Pro - Foto Michael B. Rehders_MBR1364

Foto: Michael B. Rehders – Den BenQ SW320 habe ich mit einem i1Pro-Sensor von X-Rite kalibriert. Die Software leitet den Nutzer Schritt für Schritt durch die Kalibrierung.

Gute Color-Management-Displays bieten die Möglichkeit einer so genannten Hardwarekalibrierung. Hierbei wird nicht der Zuspieler „eingestellt“ (z. B. der PC), sondern der Monitor selbst. Anschließend wird die Kalibrierung in einem freien Speicher im Color-Management-Displays abgelegt und wunschgemäß benannt. Auf diese Weise können gleich mehrere Zuspieler so eingestellt werden, dass auf dem Bildschirm richtige Farben abgebildet werden.

Ich habe dafür zwei Speicherbänke wie folgt benannt, um sie leichter zuordnen zu können:
– Mac
– Lenovo-Notebook
Diese Kalibrierung selbst ist im Handumdrehen durchgeführt. Ein optional erhältlicher Messsensor wird auf den Bildschirm gelegt; das entsprechende Programm zur Kalibrierung wird gestartet; danach muss die Schritt-für-Schritt-Anleitung befolgt werden und die automatische Kalibrierung beginnt. Das dauert ein paar Minuten, die ich dafür nutze, um im kleinen Café um die Ecke einen Kaffee zu trinken und die Tageszeitung zu lesen. Wenn ich zurückkommen, ist die Kalibrierung abgeschlossen und ich kann mit der Bildbearbeitung beginnen.

 

Foto: Michael B. Rehders

Foto: Michael B. Rehders – Gleichermaßen erfordert die Video-Postproduktion eine normierte Farbdarstellung auf dem Display. Wird diesbezüglich der vorgegebene Standard eingehalten, sieht das Bildwerk auf dem Color-Management-Display (hier ein BenQ PV270 mit DCI-P3-Farbraum) genauso aus wie das Bild, das auf die Leinwand projiziert wird.

 


Fazit

Jeder, der am Workflow einer Bildproduktion beteiligt ist, sollte die allgemein üblichen Farbstandards einhalten, damit ganz am Ende das gewünschte Bildergebnis herauskommt. Mit guten Color-Management-Displays ist grundsätzlich gewährleistet, dass der gesamte Arbeitsprozess lückenlos und optimal verlaufen kann. Aus diesem Grund nutze ich Monitore von BenQ. Darauf ist es in vollem Umfang möglich, die Farben von Bildwerken mit professionellen Maßstäben zu bewerten.

Text, Messungen und Fotos: Michael B. Rehders

Weitere Informationen zu BenQ Color-Management-Displays gibt es hier:
http://farbfest.benq.de/

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