TEST: VALERION VISIONMASTER PRO2 – Lichtstarker 4K-Projektor mit Dolby Vision und 3D für 2.999 Euro

Mit Valerion betritt ein neuer Projektorenhersteller das Spielfeld, der mit dem VisionMaster Pro2 an den Start geht. Wie sich der kompakte 4K-Projektor auf dem Testparcours schlägt, steht in diesem Artikel.

Foto: Michael B. Rehders – Valerion VisionMaster Pro2

Inhaltsangabe:

  1. Kurz und knapp
  2. Styling und Design
  3. Ausstattung und Technik
  4. Installation und Bedienung
  5. Messungen und Diagramme
  6. Einstellungstipps
  7. Bildeindrücke
  8. Pro & Contra
  9. Technische Daten und Messergebnisse

Kurz und knapp

Geliefert wird der Valerion VisionMaster Pro2 in einem schicken Transportkoffer, der den Projektor und das Zubehör unterwegs zuverlässig schützt. Dank eines leicht verständlichen Installations-Menüs, das ich von den TV-Geräten kenne, gelingt die Installation ruckzuck. Der Autofokus stellt das Bild selbständig scharf. Dank Motorzoom ist die Bildausrichtung auf die Leinwand angenehm komfortabel. Die Bildqualität ist für einen Projektor in dieser Preisklasse sehr gut. Via XPR-Shift-Technik werden Filme bis zu 3840 x 2160 Pixel projiziert. HDR erstrahlt dank Rec.2020-Farbraum überaus prächtig. Das dynamische Tone-Mapping leistet ganze Arbeit, so dass Blockbuster, Serien und Live-Sport hell und mit allen Details gezeigt werden. HDTV-Inhalte geben sich ebenfalls keine Blöße. Bis zu den Rändern ist das Bild messerscharf, kontrastreich. Spielfilme werden mit original 24 Bilder pro Sekunde projiziert. Die Bewegungsschärfe kann mittels Frame Interpolation noch gesteigert werden. 3D begeistert ebenfalls auf ganzer Linie. Wer auf der Suche nach einem 4K-Heimkino-Projektor für 2.999 Euro ist, kann beim Valerion VisionMaster Pro2 zugreifen.

Foto: Michael B. Rehders – Geliefert wird der Valerion VisionMaster Pro2 in einer farbenfrohen Umverpackung. Darin befindet sich gut geschützt ein Transportkoffer mit Beamer und Zubehör.

Styling und Design

Valerion ist ein Tochterunternehmen von Awol Vision, das neben seiner Projektoren-Serie das komplette Zubehör anbietet. Dazu gehören: Deckenhalterung (150 Euro), Gimbel (140 Euro), Stative aus Walnussholz (300 Euro), 3D-Brillen (90 Euro) sowie vier verschiedene Leinwandmodelle für Wohnzimmer, unterwegs und dedizierte Heimkinos (ab 350 Euro).

Foto: Michael B. Rehders – Lieferumfang des Valerion VisionMaster Pro2

Geliefert wird der Valerion VisionMaster Pro2 in einem stabilen Transportkoffer, in dem sich der gesamte Lieferumfang befindet. Das sind: Projektor, Fernbedienung mit Batterien, externes Netzteil, Garantiekarte, Installationshinweis und Handbuch.

Der VisionMaster Pro2 bringt vertrauenserweckende 7,0 Kilogramm auf die Waage. Mit einer Stellfläche von 26 x 21,6 Zentimetern und einem Gewicht von sieben Kilogramm ist er noch für den mobilen Einsatz gut geeignet. Mit der Hochglanzseite der Front, dem darin eingelassenen Objektiv und den ziehharmonikaförmigen Seitenteilen sieht er richtig schick aus. Mit einer Leistungsaufnahme von 137 Watt ist der Beamer bei beworbenen 3000 Lumen sehr sparsam.

Das Anschlussfeld auf der Rückseite bietet drei HDMI-2.0-Schnittstellen, zwei USB-Ports, LAN für Internet, SPDIF und Audio Out für die Tonausgabe. Alle Ports sind frei zugänglich, die verbundenen Stecker sitzen fest in den Buchsen, so dass eine fehlerfreie Signalübertragung gewährleistet ist. Der Powerknopf befindet sich auf der Oberseite des Projektors und ist ebenfalls gut zugänglich.

Als Preis ruft der Hersteller 3.000 Euro auf.

Foto: Michael B. Rehders – Alle Anschlüsse befinden sich zugänglich auf der Rückseite

Ausstattung und Technik

Im Inneren des Valerion VisionMaster Pro2 ist der 0,47-Zoll große DLP-Chip von Texas Instruments verbaut, der eine native Full-HD-Auflösung besitzt. Mittels XPR-Shift-Technik kann er Bildsignale bis 3840 x 2160 Pixel verarbeiten und sequentiell projizieren.

Die RGB-Laserlichtquelle sorgt für satte Farben und wird mit einer Lebensdauer von über 25.000 Stunden beziffert.

Das 1,66-fache Zoomobjektiv besitzt eine Weitwinkelcharakteristik. Das Projektionsverhältnis beträgt 0,9:1 bis 1,5:1 und ermöglicht es, eine 2,50 Meter breite 16:9-Leinwand aus einer Distanz von 2,25 bis 3,75 Meter vollständig auszuleuchten.

Als Betriebssystem ist Google TV implementiert, das jede Menge Streamingdienste im Gepäck hat. Dazu gehören die beliebten Sender Netflix, Prime Video, Disney+ und YouTube, die jeweils eine eigene Taste auf der Fernbedienung besitzen.

High Dynamic Range wartet mit allen aktuellen Formaten auf. Das sind: Dolby Vision, HDR10+, HDR10 und HLG. Darüber hinaus besitzt der Projektor ein dynamisches Tone-Mapping, das aber erst eingeschaltet werden muss im On-Screen-Menü, um HDR10-Signale optimal auf der Leinwand darzustellen.

Eine Zwischenbildberechnung verbirgt sich hinter dem Reiter „Bildschärfe optimieren“. Mehrere Presets stehen zur Auswahl. Ich empfehle den „Benutzermodus“ mit zwei unabhängigen Regelungsmöglichkeiten, mit denen sich die Schärfe in 10 Stufen fein dosieren lässt.

Der Filmmaker-Modus sorgt für eine Wiedergabe, wie es sich die Filmemacher wünschen, und IMAX-Enhanced schaltet sich selbständig bei entsprechenden Inhalten zu. Für die Kalibrierung stehen ein vollständiges 6-Achsen-Farbmanagement, Gain/Offsetregler (2- und 20-Punkte) sowie ein Gamma Equalizer zur Verfügung.

3D und ein Soundsystem mit 2 x 12 Watt komplettieren das umfangreiche Ausstattungspaket.

Foto: Michael B. Rehders – Fernbedienung

Der Handsender mutet wertig an mit seiner Metalloberfläche. Leider sind nicht alle Tasten hintergrundbeleuchtet. Die Buttons für Autofokus, Lautstärkeregelung und Streamingdienste sind nicht illuminiert, so dass die Beschriftungen im dunklen Heimkino nicht sichtbar sind.  

Installation und Bedienung

In fünf Sekunden fährt der Projektor hoch. Noch schneller fährt er wieder herunter. Nach zwei Sekunden kann er vom Netz genommen werden. Damit entfallen lange Abkühlphasen, wie ich sie noch von anderen Projektoren kenne.

Wie bei einem Fernseher ist ein Installationsmenü implementiert, welches den Nutzer durch alle relevanten Einstellungen führt. Leider macht auch der VisionMaster Pro2 den zweiten Schritt vor dem ersten. Er projiziert einen QR-Code, der mit einem Smartphone aufgenommen wird. Anschließend soll die Verbindung zum eigenen Google-TV-Account erfolgen. Doch das funktioniert nicht! Der Grund: Erst im nächsten Schritt wird der Projektor mit dem Internet verbunden. Ohne Online-Zugang gibt es keine Google-TV-Verbindung. Aus diesem Grund wähle ich die herkömmliche Installation, die der Projektor ebenfalls anbietet. Ich verbinde den VisionMaster Pro2 mit meinem Netzwerk und anschließen mit meinem Google-TV-Account. Das geht blitzschnell via Passwort.

Besonders praktisch finden ich den Autofokus, der selbständig das Bild auf der Leinwand scharfstellt.

Mit Hilfe des Zoomobjektivs ist das Bild bequem auf der Leinwand ausgerichtet. Die Einstellung erfolgt via Fernbedienung. Leider gibt es für das Zoom keine Taste auf dem Controller; stattdessen muss für die Bildgrößenanpassung umständlich durch das OSD zum entsprechenden Reiter navigiert werden. Ein optisches Lens-Shift zur Bildverschiebung ist nicht vorhanden. Statt dessen kann das Bild digital verschoben werden, was aber lediglich funktioniert, wenn das Bild zuvor digital verkleinert worden ist.

Für SDR die die HDR-Varianten gibt es eigene Bildmodi, die individuell eingestellt werden können. Der Projektor greift auf das passende Preset, sobald ein entsprechendes Signal anliegt.

Foto: Michael B. Rehders – minimaler Zoom mit maximaler Bildgröße
Foto: Michael B. Rehders – Maximaler Zoom mit minimaler Bildgröße

Die Bedienung des Projektors ist ganz simpel. Via Controller kann ich schnell durch das On-Screen-Menü (OSD) navigieren. Das Bildmenüs sind selbsterklärend benannt.

Foto: Michael B. Rehders – OSD: Filmmaker lässt sich unter Bild auswählen
Foto: Michael B. Rehders – OSD: Automatischer Fokus
Foto: Michael B. Rehders – OSD: Unter „Alle Einstellungen“ sind alle Anpassungsmöglichkeiten aufgeführt
Screenshot – Betriebssystem: Google TV bietet jede Menge Streamingdienste und Apps

Messungen und Diagramme

Ab Werk ist der Bildmodus „Dynamisch“ aktiv, der eine stark gesättigte Farbdarstellung erzeugt. Vielen Nutzern könnte das im hell eingerichteten Wohnzimmern gefallen, weil das Streulicht die Farben zwar aufhellt, aber die Bilder immer noch herrlich farbenfroh erscheinen. Der Farbraum Rec.2020 wird hier übrigens mit 120 Prozent abgedeckt bei einer Lichtausbeute von 3132 Lumen und einer zu kühlen Farbtemperatur von 9972 Kelvin.

Die vom Hersteller beworbenen 110 Prozent BT.2020 werden also sogar noch leicht übertroffen.

Helligkeit:
Da ich normnahe Bilder anstrebe für eine Vergleichbarkeit mit anderen Projektoren, schalte ich für die Kalibrierung in den „Filmmaker“-Modus. Hier bleiben nach den Anpassungen netto 2400 Lumen. Das reicht aus für Bildbreiten bis 4,50 Meter in SDR, für die ich 20 Footlambert ansetze, und 3,50 Meter in HDR mit 32 Footlambert, wenn die Laserlichtleistung auf 100 Prozent genutzt wird.

Kontrast:
Der statische On/Off-Kontrast beträgt 1146:1 mit einem 1-Pixel-Testbild. Bei Zuspielung von einem reinen Schwarzbild dimmen die Laserdioden etwas runter, so das der Kontrast 5525:1 beträgt. Dynamisch lässt der Valerion sich auf bis zu 16.800:1 steigern. Der ANSI-Kontrast (200:1) und Inbild-Kontrast (4200:1) sind Preisklassengerecht. Der Schwarzwert liegt bei 0,43 Lumen, was für einen DLP-Projektor in diesem Preissegment ein guter Wert ist. Dynamisch lässt sich das Schwarz auf 0,14 Lumen senken. Allerdings finde ich die dynamische Regelung suboptimal, weil sichtbar in Form von Helligkeitspumpen. Daher nutze ich diese nicht bei meinem Testgast.

Color Uniformity:
Die Ausleuchtung liegt mit durchschnittlich 94 Prozent auf gutem Niveau. Die Abweichungen sind unterhalb der Wahrnehmungsschwelle von 10 Prozent. Dementsprechend kann ich weder Verfärbungen noch Abschattungen erkennen.

Farbraum HDTV ab Werk: Der Rec.709-Farbraum wird ab Werk im Bildmodus „Filmmaker“ etwas zu groß abgedeckt, was zu etwas satteren Farben führt
Farbraum HDTV kalibriert: Der Rec.709-Farbraum wird mit wenigen Anpassungen im Bildmodus „Filmmaker“ ebenfalls noch vollständig abgedeckt. Die Primär- und Sekundärfarben kommen ihrem Target recht nah
Farbraum HDR ab Werk: Im „Filmmaker“-Modus wird der Rec.2020-Farbraum fast komplett abgedeckt
Farbraum HDR kalibriert: Weiß macht mit 6500 Kelvin eine Punktlandung. Auch die übrigen Farben liegen viel näher am Soll. Rec.2020 wird 99 Prozent reproduziert und sorgt für strahlende Farben in HDR-Filmen.
Graustufenverlauf kalibriert: Der Graustufenverlauf bietet eine erstklassige Farbneutralität über alle Abstufungen.
Gamma kalibriert: Das Gamma 2.4 ist perfekt, dunkle und helle Bereiche werden bestens durchgezeichnet.
DeltaE Graustufen kalibriert: Im Durchschnitt erzielt der Projektor 0,4 DeltaE, was ein herausragend guter Wert ist. 0,7 DeltaE im Maximum sind immer noch Referenz
DeltaE des Farbraums kalibriert: Im Durchschnitt erzielt der Projektor 2,1 DeltaE, was ein sehr gutes Ergebnis ist. 4,0 DeltaE im Maximum für Magenta geht noch in Ordnung

Nachfolgend habe ich die Lichtausbeute in allen Bildmodi aufgeführt:

BildmodusLichtausbeuteAnmerkungen
Filmmaker (SDR)2400 LumenD65-kalibriert / Laser 100 %
Filmmaker (HDR)2400 LumenD65-kalibriert / Laser 100 %
Dynamisch3132 LumenLaser 100 %
Standard2600 Lumen
Sport2600 Lumen
PC/Game2600 LumenGrünfarbstich sichtbar
Energiesparmodus2150 Lumen
Kino2255 Lumen
Filmmaker2255 Lumenab Werk

Einstellungstipps vom Color-Management-Experten:

Die Einstellungsempfehlungen fußen auf umfangreichen Messergebnissen, die ich im Rahmen des Testprozederes ermittelt habe. Sie bieten eine gute Grundlage für die Kalibrierung. Wer kein Messequipment besitzt, erhält damit eine normnahe Wiedergabe.

SDR
Bildmodus                                  Filmmaker
Laser-Helligkeitsstufe                  10
Verbesserter Schwarzwert         Niedrig
Kontrast                                     50
Farbsättigung                             50
Schärfe                                      20
Gamma                                     2,4
Farbtemperatur                          Warm 1
Bildschärfe optimieren                 Benutzer 5/5
Farbraum                                   Automatisch
Aktiver Kontrast                          Aus
Super-Auflösung                         Ein

HDR
Bildmodus                                  Filmmaker
Laser-Helligkeitsstufe                10
Verbesserter Schwarzwert         Niedrig
Kontrast                                     50
Farbsättigung                             70
Schärfe                                      20
Dynamisches Tone Mapping     Ein
Farbtemperatur                          Warm 1
Bildschärfe optimieren               Benutzer 5/5
Farbraum                                   Automatisch
Aktiver Kontrast                         Mittel
Super-Auflösung                        Ein



Bildeindrücke

Der Valerion VisionMaster Pro2 ist mit 27 Dezibel angenehm leise. Der RBE (Regenbogen-Effekt) ist dank der schnell schaltenden Laserdioden kaum noch erkennbar. Allenfalls im Abspann kann ich das Farbblitzen noch wahrnehmen.

Spielfilme werden originalgetreu mit 24, 50 und 60 Hz reproduziert. Mit Hilfe der Zwischenbildberechnung lässt sich die Bewegungsschärfe noch deutlich steigern, ohne dass sich ein Soapopera-Effekt einstellt. Mit „Verbesserter Schwarzwert“ wird von dunklen Szenen der Grauschleier entfernt, indem Schattenbereiche weiter im Pegel abgesenkt werden. In „West Side Story“ sind auf „Niedrig“ alle Details zu sehen, wenn Maria am späten Abend auf der Feuerleiter steht. Sämtliche Sprossen und Stäbe am Geländer werden klar und deutlich abgebildet. Auf „Hoch“ laufen dunkle Inhalte im Schwarz allerdings zu. Die Folge ist: Die Geländer sind teilweise nicht mehr zu sehen, weil sie und alles drumherum schwarz ist. Mit meinen Einstellungsempfehlungen geschieht das allerdings nicht.

High Dynamic Range:
Im Zusammenspiel mit dem dynamischen Kontrast, den satten Farben des Rec.2020-Farbraums und der exzellenten Schärfe stellen sich regelmäßig HDR-WOW-Momente ein. Spielfilme in Dolby Vision und HDR10+ werden zuverlässig erkannt. Doch auch statische HDR10-Inhalte begeistern mich, dank des vorzüglich arbeitenden dynamischen Tone-Mappings. Im Remake „West Side Story“ von Stephen Spielberg kann ins Restaurant „Frankfurers“ quasi hineingeschaut werden, so hervorragend ist die Durchzeichnung, dank des größern Kontrastumfanges von HDR in Verbindung mit dem dynamischen Tone Mapping (siehe Screenshot unten). Darüber hinaus leuchten der GIMBELS-Schriftzug gleißend hell und farbintensiv.

Wichtig! Das dynamische Tone-Mapping muss im OSD erst eingeschaltet werden, weil es ab Werk deaktiviert ist. Geschieht das nicht, findet lediglich ein statisches Tone-Mapping statt, dass zu dunkle Bilder erzeugen kann, wenn die Lichtausbeute des Projektors nicht ausgeschöpft wird. Ebenso können Filminhalte ins Weiß überstrahlen (clippen).

Sobald das „Dynamische Tone Mapping“ eingeschaltet ist, werden in „Sully“ alle Inhalte auf den Displays am Times Square gezeigt, die im Quellmaterial vorhanden sind. Siehe Fotos unten.

Dynamisches Tone-Mapping: Aus – In der Werkseinstellung überstrahlen Inhalte auf den Displays ins Weiß, die im Original-Signal von „Sully“ vorhanden sind
Dynamisches Tone-Mapping: Ein
Dynamisches Tone-Mapping: Ein – Wird im OSD das „Dynamische Tone Mapping“ eingeschaltet, sind schlagartig alle Inhalte zu sehen, die im Quellsignal vorhanden sind
Screenshot: In „West Side Story“ beeindruckt die Nachtaufnahme ob ihrer hohen Plastizität
Die Arbeitskittel von Maria und ihren Kolleginnen sehen natürlich aus. Das ganze Bild ins wunderbar hell, dank des dynamischen Tone-Mappings

SDR:
HDTV-Filme und Live-Sport-Übertragungen skaliert der Valerion VisionMaster sehr gut auf seine native Auflösung hoch. Fehler sind dabei nicht vorhanden. Die Schärfe ist über die gesamte Bildfläche makellos. Da keine Abschattungen zum Rand noch Einfärbungen zu sehen sind, erscheint das Bild überaus natürlich. Schwarz-Weiß-Bilder sind herrlich farbneutral.

Original: Hamburg Skyline von Michael B. Rehders
Screenshot: In der Ausschnittsvergrößerung ist gut zu sehen, dass der Schriftzug „Stadtrundfahrt“ und das Hamburg Wappen links daneben vollständig reproduziert werden.
Schärfe: Mit meinem neuen Testbild lässt sich die Abbildungsschärfe über das gesamte Bild beurteilen.
Schärfe: Mit meinem neuen Testbild lässt sich die Abbildungsschärfe über das gesamte Bild beurteilen. Hier gibt sich der Valerion VisionMaster Pro2 keine Blöße

3D:
Der Valerion VisionMaster Pro2 erkennt zugespielte 3D-Signale und schaltet selbständig in den passenden Bildmodus. Hier können individuelle Anpassungen vorgenommen werden. Lediglich die Zwischenbildberechnung (siehe Foto) ist nicht verfügbar. Das tut dem dreidimensionalen Erlebnis aber keinen Abbruch, weil 24-Hz-Inhalte ruckelfrei projiziert werden – wie im großen öffentlichen Kino. Via Rotblitz werden Projektor und 3D-Brille synchronisiert. Die Gläser schlucken das Rot komplett, so dass sich ein farbneutrales Bild auf der Leinwand einstellt. Tiefenstaffelung und Popout-Effekte überzeugen auf ganzer Linie. Störende Crosstalk-Effekte in Form von Geisterbildern kann ich nicht verzeichnen.

„Avatar: The Way Of Water“ bietet ein bis in die Ecken scharfes Bild, das mit toller Tiefenstaffelung und ein paar spektakulären Pop-out-Effekten glänzt.

Im Menü „Klarheit“ lassen sich weitere Anpassungen vornehmen. Lediglich die Zwischenbildberechnung ist nicht verfügbar


Pro & Contra

+ Dynamisches Tone-Mapping für HDR
+ HDR10+, Dolby Vision
+ sehr gute Farbdarstellung mit 99 % Rec.2020
+ sehr gute Schärfe
+ Autofokus
+ sehr leise mit 27 dB
+ Smartfunktionen mit zahlreichen Apps
+ 3D
– nur zum Teil hintergrundbeleuchtete Fernbedienung


Technische Daten und Messergebnisse

Modell: Valerion VisionMaster Pro2
Technik: 1-Chip-DLP
Helligkeit: 2400 Lumen (SDR), 2400 Lumen (HDR)
Kontrast On/Off: 5525:1 (statisch), 16.800:1 (dynamisch)
Kontrast ANSI: 200:1
Kontrast Inbild: 4200:1
Schwarzwert: 0,43 Lumen (statisch), 0,14 Lumen (dynamisch)
Bildauflösung: 1920 x 1080 Pixel (nativ) / 3840 x 2160 Pixel (via XPR-Shift)
Lichtquelle: RGB-Laser
Leistungsaufnahme: 137 Watt
Betriebsgeräusch: 27 dB
Lens-Shift: nein
3D-Wiedergabe: ja
3D-Transmitter: ja
3D-Brille: nein
Zwischenbildinterpolation 2D / 3D: ja / nein
Ausführungen: Schwarz
Abmessungen (B x T x H): 240 x 216 x 185 mm
Gewicht: 7,0 Kg
Preis: 2.999 Euro (UVP)
Garantie: 2 Jahre

Test, Text und Fotos: Michael B. Rehders
Titelfoto: Michael B. Rehders
Screenshots im Rahmen des Zitatrechts: 
 Hamburg Panorama (Michael B. Rehders), West Side Story (Walt Disney / LEONINE), Avatar: The Way Of Water (LEONINE), Sully (Warner Bros /Universal Pictures)

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