Rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft ist er da, der Beamer für XXL-Bilder im Garten, Fotoausstellungen und das mobile Heimkino. In einer Box vereint Soundcore einen 4K-Heimkinoprojektor, Subwoofer und 400 Watt starkes Soundsystem.

Inhalt
- Kurz und Knapp
- Lieferung und Design
- Ausstattung und Technik
- Installation und Bedienung
- Messungen und Diagramme
- Einstellungstipps vom Experten
- Bildeindrücke: SDR, HDR und 3D
- Tonwiedergabe
- Fazit
- Technische Daten und Messergebnisse
- Pro & Contra
Kurz und Knapp
Es gibt sie noch, die Projektoren, die uns Staunen lassen. Mit seiner schieren Größe und Bauart erinnert der Soundcore Nebula X1 Pro eher an eine Partybox als an einen 4K-fähigen Projektor. Er ist für den Outdoorbereich wie geschaffen, dank einfacher Einrichtung, Bedienung, hoher Lichtausbeute sowie eines 400 Watt Lautsprechersystems mit eingebautem Subwoofer – und Regenfest ist er am Ende auch noch.
Die Lichtleistung der langlebigen RGB-Laserlichtquelle reicht aus, um Leinwandbreiten bis zu 4,80 Meter auszuleuchten, oder entsprechend kleinere Größen bei zunehmendem Umgebungslicht.
Bereits in der Werkseinstellung stellt er gute Farben dar. Ein Sechs-Achsen-Farbmanagement bietet die Möglichkeit, die Farben weiter zu trimmen. Von der exzellenten Bildqualität profitieren Cineasten ebenso wie Fotografen, die ihre Werke gerne mal ausstellen möchten.
Google TV bringt zahlreiche Smartfunktionen und jede Menge Apps mit. Alle relevanten Streamingdienste sind nutzbar, dazu zählt Netflix, Disney+, Paramount+ und Apple TV. Neben SDR und 3D unterstützt der Lichtwerfer auch die dynamischen High-Dynamic-Range-Technologien HDR10+ und Dolby Vision – und wer im Anschluss an den Filmabend noch ein wenig Musik möchte – bitte schön: Ein Karaoke-Set ist gleich mit verbaut.
Wer auf der Suche nach einem lautlosen, kompletten, ausgereiften und mobilen 4K-Heimkinoprojektor ist, wird beim Soundcore Nebula X1 Pro fündig. Die Fußball WM kann kommen. Mit dem Nebula X1 Pro ist man bestens vorbereitet.
Soundcore bietet 2 Jahre Garantie. Aufgerufen wird ein Preis von 4.999 Euro.

Lieferung und Design
Rechtzeitig vor der Fußball Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und USA liefert Soundcore einen Outdoorbeamer, der mit einer Höhe von 76,1 Zentimetern und einem Gewicht von 32,1 Kilogramm ein wahres Schwergewicht ist.
Ein arretierbarer Teleskopgriff lässt sich auf Knopfdruck aus dem grau-schwarzen Gehäuse herausziehen. Wie ein Trolley kann das robuste Gerät nun transportiert werden, die relativ großen gummierten Räder sind leichtläufig. Darüber hinaus ist das Gerät Spritzwassergeschützt, um bei plötzlich einsetzendem Regen nicht gleich defekt auszufallen.
Zum Lieferumfang gehört eine vertrauenserweckende Schutzhaube aus Nylon, die einfach über den Nebula X1 Pro gestülpt wird, wenn dieser mal nicht genutzt wird. Zwei Mikrofone, eine Fernbedienung mit Batterien, vier Lautsprecher, zwei USB-C-Kabel und eine Quick-Start-Anleitung komplettieren das Paket.
Optional gibt es gegen Aufpreis eine Leinwand namens Air-Screen mit über vier Meter Bildbreite zum Preis von 1.800 Euro und die Powerbank Anker SOLIX C1000 für 1.000 Euro, welche den Projektor bis zu 3,5 Stunden mit Strom versorgt. Die 200 Zoll große Air-Screen wird nicht zusammengebaut, wie wir es von herkömmlichen mobilen Leinwänden kennen, sondern aufgeblasen wie eine Luftmatratze. Der Kompressor gehört zum Lieferumfang und erledigt die Arbeit innerhalb von nur fünf Minuten.
Eine Schiebeklappe sorgt für eine einheitliche Optik. Sollte die Hauptfernbedienung mal nicht zur Hand sein, können alle Einstellungen direkt am Projektor vorgenommen werden. Auf der Oberseite befinden sich alle dafür nötigen Bedienelemente.
Die Leistungsaufnahme ist mit 197 Watt erfreulich moderat.



Ausstattung und Technik
Der Soundcore Nebula X1 Pro ist ein Ein-Chip-DLP-Projektor mit 0,47 Zoll großen DMD (Digital Micromirror Device), der Bildsignale bis 3840 x 2160 Pixel mittels XPR-Shift-Technologie projiziert. Als Lichtquelle fungiert ein leistungsstarker Triple-Laser mit RGB-Dioden, dessen Lebensdauer mit 30.000 Stunden vom Hersteller angegeben ist.
Alle aktuellen HDR-Technologien werden unterstützt. Dazu gehören die dynamischen Formate HDR10+ und Dolby Vision. Die statischen Varianten HDR10 und HLG ziehen ihren Nutzen aus dem dynamischen Tone-Mapping.
Das Vollglasobjektiv besitzt 14 Elemente und zusätzlich eine motorische Iris mit 6 Lamellen zur Kontraststeigerung.
Die Zwischenbildberechnung heißt MEMC und lässt sich in vier Stufen regeln.
Für das Feintuning der Farben stehen ein vollständiges 6-Achsen-Farbmanagement, Gain-Offset-Regler und ein 11-Band-RGB-Graustufen-Equalizer zur Verfügung. Während die beiden ISF-Bildmodi „Day“ und „Night“ keine relevanten Einstellungen bieten, kann das Bild mit den sieben übrigen Presets noch weiter getrimmt werden.
Das Betriebssystem Google TV bietet Zugriff auf alle relevanten Streamingdienste und Apps. Dazu gehören Netflix, Wow, Apple TV, Paramount+, Disney+, YouTube und die Mediatheken der ÖRR. Weitere Apps können aus dem Google Play Store bezogen werden. Signalübertragungen vom Smartphone und Tablet sind möglich via Google Cast und AirPlay über die Nebula Cast App. 3D wird ebenfalls unterstützt.



Installation und Bedienung
Hinter einer Klappe am Fuß des Projektors befindet sich das ausziehbare Netzkabel, das eine Länge von zwei Metern besitzt. Das Objektiv ist mit einer Klappe geschützt, die vor dem Einschalten des Projektors von Hand heruntergeschoben werden muss. Diese ist haptisch überraschend hochwertig konzipiert.



Während der Erstinstallation sollte sich der Nutzer ein wenig Zeit nehmen, um alle Updates durchzuführen. Wir benötigen rund 90 Minuten, bis Google TV und der Nebula X1 Pro auf aktuellem Stand sind.
Ist diese erste Inbetriebnahme abgeschlossen, fährt der Projektor innerhalb von 10 Sekunden hoch. Hierbei richtet er das Bild selbständig auf der Leinwand aus. Bildgröße, Lage (horizontal, vertikal), Geometrie und sogar die Schärfe stellt er automatisch ein. Eine Korrektur ist nicht nötig, weil der Fokus bis zum Rand sitzt. Das 1,66-fache Zoomobjektiv besitzt ein Projektionsverhältnis von 0,9:1 bis 1,5:1. Demzufolge wird eine 2,50 Meter breite 16:9-Leinwand aus einer Entfernung von 2,25 bis 3,75 Meter vollständig ausgeleuchtet. Zoom, Fokus und Lens-Shift können komfortabel mit der Fernbedienung eingestellt werden.


Besonders gut gefällt uns das animierte Installationsmenü, weil es nicht nur in Textform durch die einzelnen Schritte führt, sondern diese visuell mit bewegten Bildern veranschaulicht.


Auf Knopfdruck lassen sich die Frontlautsprecher wie Flügel ausfahren und sogar abnehmen. Wenn sie vor der Leinwand stehen sollen, können dafür die in der Unterseite eingelassenen Standfüße ausgeklappt werden. Die Surroundlautsprecher können ebenfalls entnommen werden, auch diese besitzen in die Unterseite eingelassene Standfüße. Da der Ton via Bluetooth übertragen wird, müssen keine Lautsprecherkabel im Garten verlegt werden. Nach der Vorführung kommen die akkubetriebenen Speaker zurück ins Gerät, da sie hier aufgeladen werden, sobald der Projektor am Stromnetz hängt.

Das OSD (On Screen Display) ist gewohnt übersichtlich strukturiert. Der Soundcore Nebula X1 Pro zeigt im Hauptmenü den Ladestand der Akkus von Lautsprechern und Mikrofonen. Tiefer im Menü gibt es sogar eine Statusanzeige vom Akkustand der Fernbedienung, damit man zeitig für Ersatzbatterien sorgen kann. Mit dem Controller lässt sich rasant durch das Menü navigieren. Die Befehle werden prompt umgesetzt. Die Sprachsteuerung funktioniert vortrefflich, um Filme oder Serien schneller zu finden.






Sind alle Einstellungen für HDR und SDR abgeschlossen, schaltet der Lichtwerfer selbständig in den zuletzt genutzten Bildmodus.
Das Herunterfahren des Projektors dauert nur einen Wimpernschlag, dann ist das Gerät im Standby oder kann vom Netz genommen werden.
Messungen und Diagramme
Helligkeit:
Im Bildmodus „Konferenz“ messen wir die höchste Lichtausbeute. Hier übertrifft der Proband seine beworbene Maximalhelligkeit von 3500 Lumen um 250 Lumen. Allerdings erzeugt er diese Lichtausbeute mit einem Grünfarbstich, so dass wir diesen Modus allenfalls für Sportübertragungen in Räumlichkeiten mit kontrolliertem Umgebungslicht empfehlen können.
Wir nutzen für die finale Farbanpassung die Bildmodi „Film“ für SDR und „Nebula Master“ für HDR, weil dieses Presets bereits in der Werkseinstellung präzise Farben liefern. Mit nur wenigen Anpassungen trimmen wir den Soundcore Nebula X1 Pro zur Perfektion, was Farbtemperatur, Farbraumabdeckung und den Graustufenverlauf anbelangt.
Kalibriert verzeichnen wir 2200 Lumen (SDR) und 2425 Lumen (HDR). Die Helligkeit reicht aus, um auf einer Leinwandbreite von 4,10 Meter standardisierte 20 Footlambert (SDR) zu erhalten, respektive auf 3,55 Meter Bildbreite satte 32 Footlambert (HDR).
Kontrast:
Der statische Kontrast beträgt 1925:1 (On/Off), 1740:1 (In-Bild) und 355:1 (ANSI). Dynamisch lässt sich der Kontrast auf bis zu 11.614:1 steigern. Auf diese Weise verbessert sich der Schwarzwert von 1,26 Lumen auf 0,21 Lumen. Die Arbeitsweise der automatischen Lamellen-Blende ist weitgehend unauffällig, hin und wieder sind allerdings typische Pump-Effekte und leichte Farbverschiebungen zu verzeichnen.
Color Uniformity:
Die Ausleuchtung ist mit 98 Prozent herausragend gut, weil weder Helligkeitsabfall noch Einfärbungen zu den Seiten vorhanden sind. Schwankungen der Farbtemperatur sind ebenfalls nicht auszumachen.
Farbdarstellung:
Der Farbraum Rec.709 wird erwartungsgemäß 100 Prozent abgedeckt, Rec.2020 mit 98 Prozent, was zu sehr natürlichen Farben führt. Der Weißpunkt des Nebula X1 Pro macht eine Punktlandung mit 6510 Kelvin und D65.












Einstellungstipps vom Experten
SDR
Bildmodus Film
Laser-Helligkeitsstufe 100
Schwarzwert 50
Kontrast 50
Sättigung 53
Schärfe 3
Gamma Dunkel
Farbtemperatur Nutzer
MEMC Niedrig
DI-Filmmodus Aus
Farbraum Automatisch
MPEG-NR Aus
3D
Bildmodus Film
Laser-Helligkeitsstufe 100
Schwarzwert 50
Kontrast 53
Sättigung 53
Schärfe 3
Gamma Dunkel
Farbtemperatur Nutzer
MEMC ohne Wirkung
DI-Filmmodus Aus
Farbraum Automatisch
MPEG-NR Aus
HDR
Bildmodus Nebula Master (HDR10)
Laser-Helligkeitsstufe 100
Schwarzwert 49
Kontrast 50
Sättigung 57
Schärfe 8
Gamma Normal
Farbtemperatur Nutzer
MEMC Niedrig
DI-Filmmodus Ein
Farbraum BT.2020
MPEG-NR Aus
Bildeindrücke: SDR, HDR und 3D
Fotoaufnahmen:
Der Soundcore Nebula X1 Pro liefert eine hervorragende Farbtreue. Helligkeitsverläufe entsprechen exakt der Vorlage. Unterschiede sind auf der Leinwand nicht vorhanden. Hiervon profitieren besonders Fotografen, die ihre Fotoaufnahmen in sRGB projizieren. Aber auch Adobe RGB wird fast zu 100 Prozent abgedeckt. Wer seinen digitalen Workflow darauf abgestimmt hat, wird mit einer tollen Kombination aus Maximalhelligkeit und präziser Farbdarstellung belohnt. Landschaftsaufnahmen überzeugen ebenso wie Portraits mit feinsten Nuancen und großem Detailreichtum, dank der 4K-XPR-Darstellung. Mit einem Betriebsgeräusch von 16 Dezibel (A) ist der Lichtwerfer praktisch unhörbar.
Unsere Fotoaufnahme von Hamburg gefällt mit zahllosen kleinen Details. Der Schriftzug „Stadtrundfahrt“ auf dem roten Doppeldecker wird ebenso komplett projiziert wie das Hamburg Wappen daneben. Selbst die rot-weiße Barke hinter dem Bus weist klar abgegrenzte Flächen aus, ohne dass die Farben ineinander verlaufen. Die vertikalen Streben an der Brücke im Vordergrund sind vollzählig.


SDR
Der Soundcore Nebula X1 Pro ist mit 16 Dezibel (A) praktisch unhörbar. Damit ist er der leiseste Beamer in unserem gesamten Testfeld. Während er Spielfilme in 4K originalgetreu mit 24 Hz projiziert, erzeugt er bei HDTV-Inhalten das typische 3:2-Pulldownruckeln, da er die zuletzt genannten Bildsignale in 60 Hz wandelt. Dem begegnen wir mit Hilfe der Zwischenbildberechnung MEMC. Auf „Niedrig“ zeigt unser Proband eine angenehm flüssige Bewegung, ohne Seifenoper-Effekt und sonstige Bildfehler.
Der Regenbogen-Effekt (RBE) ist stark reduziert und in der Praxis kaum noch relevant. Nur selten erzwingen wir Farbblitzen an kontrastreichen Kanten im Abspann oder Nachtaufnahmen.
Google TV bietet alle Smartfunktionen und relevanten Apps, die wir von unserem Fernseher kennen.

HDR
Spielfilme werden originalgetreu mit 24 Hz projiziert vom Nebula X1 Pro. Das Bild profitiert von unseren Einstellungen erheblich. Die Struktur auf den bunten Kleidern in „West Side Story“ wird sichtbar gesteigert, wenn Maria mit ihren Freundinnen durch das Kaufhaus Gimbels tanzt. Die Durchzeichnung von Schattenbereichen gelingt hervorragend. Im Frankfurters Restaurant können wir buchstäblich hineinschauen. Als Maria nachts auf der Feuerleiter steht, ist jede einzelne Sprosse erkennbar. Einen Grauschleier können wir nicht ausmachen, weil ANSI- und Inbild-Kontrast groß genug sind, um diesen zu verhindern. Trotzdem sieht das Schwarz eher dunkelgrau aus. Die Farben der hinterleuchteten Fenster sind herrlich gesättigt, dank des großen Farbraums Rec.2020. Der Regenbogen-Effekt und das Laserspeckle sind sehr gering. Farbblitzen fällt uns an starken kontrastreichen Kanten auf, Laserspecke stört gar nicht.
Die Konzertaufnahmen in „Elvis“ (Dolby Vision) sprühen nur so vor Detailreichtum und sind messerscharf bis in die Ecken abgebildet. Vom dynamischen Tone-Mappings profitieren überdies Filme wie „West Side Story“ und „Sully“, die in HDR10 gemastert sind. Bis zu 10.000 Nits werden alle Inhalte vollständig und strahlendhell auf die Leinwand projiziert.






3D-Wiedergabe
Die 3D-Funktion ist im Soundcore Nebula X1 Pro zunächst deaktiviert. Erst wenn ein 3D-Film zugespielt wird, lässt sich das Feature aktivieren. „Avatar: The Way Of Water“ wird vom Beamer erkannt und stellt „Frame Packing“ im OSD korrekt zur Auswahl. Diese Einstellung muss jedes Mal händisch aufs Neue erfolgen, wenn ein 3D-Film projiziert werden soll.
Die Synchronisation von Projektor und 3D-Brille erfolgt mit einem Rotblitz, der von den Gläsern zuverlässig unterdrückt wird.
Die räumliche Tiefe ist herausragend, die Farben erscheinen natürlich. Als Jake Sully mit seinen Kindern in der Hütte etwas besprechen will, werden die Netze davor vollständig reproduziert. Nichts ruckelt, als die Sternenwesen aus dem All Pandora erreichen. Die Raumschiffe erscheinen herrlich plastisch und die Tiefe des Weltraums beeindruckt. MEMC lässt sich in mehreren Stufen schalten, aber das Tool bleibt wirkungslos.


Tonwiedergabe
Soundcore hat dem Nebula X1 Pro ein Dolby-Atmos-Soundsystem mit 400 Watt (RMS) spendiert, inklusive Subwoofer. Während der Tieftöner im Gehäuse der Box seine Arbeit verrichtet, sind die übrigen vier Soundmodule herausnehmbar. Die Frontspeaker besitzen neben den Treibern für links und rechts jeweils ein separates Centerchassis. Auf der Oberseite der vier Module gibt es zusätzliche Upfire-Treiber, die entsprechend kodierte Tonsignale an die Zimmerdecke projizieren. Wie bei Soundbars funktioniert das aber sehr begrenzt – im Garten natürlich gar nicht.
Der wuchtige Sound überrascht positiv. Stimmen tönen natürlich und sind sehr gut zu verstehen. Hochton, Mitteltöne und Grundton überzeugen. Sogar der Tiefbass gefällt, nachdem wir im OSD unter „Sound“ den „Smart EQ“ ausgeschaltet haben. Die Rundumbeschallung sorgt für einen Gänsehautmoment, als in „Top Gun: Maverick“ die Maschine während des vorgezogenen Testfluges startet und das Dach des Wachpostens abhebt.
In „West Side Story“ tönen die Gesangsstimmen natürlich. Nichts zischt.
Über eine im Beamer vorhandene App lassen sich die Lautsprecher einmessen. Sogar auf einen nichtmittigen Sweetspot kann die Optimierung erfolgen, auf Knopfdruck. Die kabellose Übertragung des Filmtons ist praktisch verzögerungsfrei, so dass die Lippensynchronität gewahrt bleibt.
Über sieben Stunden versorgten die Akkus die Lautsprecher mit Energie, bevor wir sie wieder aufladen mussten. Für Open-Air-Kino im Garten sollte diese Zeitspanne allemal reichen. Ansonsten werden die Frontspeaker halt direkt am Projektor im Lademodus weiter betrieben.



Fazit
Es gibt sie noch, die Projektoren, die uns Staunen lassen. Mit seiner schieren Größe und Bauart erinnert der Soundcore Nebula X1 Pro eher an eine Partybox als an einen 4K-fähigen Projektor. Er ist für den Outdoorbereich wie geschaffen, dank einfacher Einrichtung, Bedienung, Laserlicht, HDR, 3D sowie eines 400 Watt Lautsprechersystems mit eingebautem Subwoofer – und Regenfest ist er auch noch. Die Fußball WM kann kommen. Mit dem Nebula X1 Pro ist man bestens vorbereitet.
Technische Daten und Messergebnisse
| Modell: | Soundcore Nebula X1 Pro |
| Preis: | 4.999,00 Euro |
| Garantie: | 2 Jahre |
| Ausführungen: | Silber-Schwarz |
| Abmessungen (HBT): | 761 x 343 x 435 mm |
| Gewicht: | 32,8 kg |
| Technik: | 1-Chip DLP |
| Helligkeit (kalibriert): | 2200 Lumen (SDR) / 2425 Lumen (HDR) |
| Kontrast: | 1925:1 (On/Off) / 1740:1 (Inbild) / 355:1 (ANSI) / 11.614:1 (dynamisch) |
| Schwarzwert: | 1,26 Lumen (statisch), 0,21 Lumen (dynamisch) |
| Bildauflösung: | 1920 x 1080 Pixel (3840 x 2160 mit XPR-Technologie) |
| HDR-Techniken | Dolby Vision, HDR10+, HDR10, HLG |
| Lens-Shift H/V | ja / ja |
| 3D-Wiedergabe: | ja |
| 3D-Transmitter | ja |
| 3D-Brille: | nein |
| Zwischenbildberechnung | ja |
| Zoom | 1,66 x |
| 2,50 Meter Bildbreite aus | 2,25 – 3,75 Meter |
| Projektionsverhältnis | 0,9:1 – 1,5:1 |
| Betriebsgeräusch | 16 Dezibel |
| Stromverbrauch | 197 Watt / 0,3 Watt (Stand by) |
| Eingänge | 1 x HDMI (HDMI-2.0/HDCP-2.2-fähig) 1 x USB 2 x USB-C |
| Ausgänge: | Bluetooth |
| Lieferumfang: | Soundcore Nebula X1 Pro 2 x Mikrofone Fernbedienung mit Batterien 4 x Lautsprecher 2 x USB-C-Kabel Quickstart-Anleitung |
Pro & Contra
+ 4K/UHD via XPR-Technologie
+ Dynamisches Tone-Mapping
+ HDR10+, Dolby Vision
+ Smartfunktionen und viele Apps
+ Vollständiges Color-Management-System
+ Präzise Farbdarstellung für SDR und HDR
+ Soundsystem mit Lautsprechern
+ 3D Wiedergabe
+ extrem Leise mit 16 dB
– 3D ohne Zwischenbildkompensation
Test, Text und Fotos: Michael B. Rehders
Titelbild: Michael B. Rehders
Screenshots im Rahmen des Zitatrechts: Hamburg Panorama (Michael B. Rehders), Rom (Michael B. Rehders), Elvis (Warner Bros /Universal Pictures), West Side Story (Walt Disney / LEONINE), Avatar: The Way Of Water (Walt Disney / LEONINE)
