TEST: OPTOMA HD29 DARBEE – Für detailreichere Filme

Der Optoma HD29 Darbee ist ein Heimkino-Projektor mit Full-HD-Auflösung, der via Darbee-Zusatzfunktion die Detaildarstellung von Filmen verbessern kann. Obendrein verspricht der Hersteller natürliche Farben nach Rec.709-Standard. Gründe genug, den Projektor mal genauer zu testen.

Foto: Michael B. Rehders Der Darbee HD29 Darbee verbessert die Detaildarstellung sichtbar, sobald der Darbee-Prozessor eingeschaltet wird.

Foto: Michael B. Rehders
Der Optoma HD29 Darbee verbessert die Detaildarstellung sichtbar, sobald der Darbee-Prozessor eingeschaltet wird.

 

Die meisten Heimkino-Freunde wünschen sich eine anständige Abbildungsschärfe, mehr Detailauflösung und noch mehr „Punch“ im Bild. Um diese Dinge zu erreichen, greifen viele zu externen Hilfsmitteln wie beispielsweise den DarbeeVision DVP-5000S, der für knapp 200,- Euro erworben werden kann.
Optoma hat diesen HDMI-Prozessor bei Darbee lizenziert – und direkt in seinen neuen Full-HD-Projektor HD29 implementiert.

Ausstattung und Technik
Highlight dieses neuen Full-HD-Projektors ist zweifelsfrei die eingebaute „Darbee Visual Presence“-Technologie. Damit kann in mehreren Stufen die Detaildarstellung verbessert werden. Mit Hilfe einer Split-Screen-Darstellung ist es sogar möglich, das Ergebnis der Einstellungen im direkten A/B-Vergleich zu bewerten. Auf der einen Seite erscheint das unbearbeitete Original-Bild, so wie es vom Blu-ray-Player zugespielt wird, auf der anderen Seite ist das Bild zu sehen, nachdem es vom DarbeeVision-Prozessor bearbeitet worden ist. Die Unterschiede sind also mit einem Blick wahrzunehmen. Sehr praktisch.
Der Optoma HD29 Darbee wiegt nur 2,5 kg. Er ist in der Farbe Weiß erhältlich.  Wie in dieser Preisklasse inzwischen üblich, verfügt auch der Optoma HD29 Darbee über ein Sechs-Achsen-Farbmanagement, damit Profis die Primär- und Sekundärfarben wunschgemäß ändern können. Wirklich nötig finde ich das nicht, weil der Projektor bereits ordentliche Werkseinstellungen besitzt (siehe Messungen).
Mit „Dynamic Black“ kann der Kontrastumfang dynamisch vergrößert werden, und
„Amazing Colour“ soll für akkurate Rec.709-Farben sorgen.
Letztendlich ist noch ein Gaming-Modus im Projektor vorhanden, durch den die Reaktions/Verzögerungszeiten drastisch gesenkt werden, damit beim Zocken die Figuren auf der Leinwand unverzüglich auf die Befehle des Controllers reagieren. Die Reaktionszeit beträgt laut Hersteller nur 16 Millisekunden.

Foto: Michael B. Rehders - Gleich zwei HDMI-Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite. Einer davon ist MHL-fähig. Mit dem 3D-Sync kann ein externer 3D-Funk-Sender verbunden werden. Wirklich notwendig ist das aber nicht, weil 3D via Rot-Blitz im Projektor bereits integriert ist und hervorragend funktioniert – und das sogar mit flimmerfreien 144 Hz (Triple Flash).

Foto: Michael B. Rehders –
Gleich zwei HDMI-Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite. Einer davon ist MHL-fähig. Mit dem 3D-Sync kann ein externer 3D-Funk-Sender verbunden werden. Wirklich notwendig ist das aber nicht, weil 3D via Rot-Blitz im Projektor bereits integriert ist und hervorragend funktioniert – und das sogar mit flimmerfreien 144 Hz (Triple Flash).

 

Foto: Michael B. Rehders - Die Schärfe wird direkt am Objektiv eingestellt. Der Zoom-Regler ist auf der Gehäuseoberseite eingelassen. Zwar ist der Zoomfaktor mit 1,1 nicht besonders groß, aber bei der finalen Platzierung des Projektors ist er durchaus hilfreich, um das Bild auf der Leinwand exakt anzupassen.

Foto: Michael B. Rehders –
Die Schärfe wird direkt am Objektiv eingestellt. Der Zoom-Regler ist auf der Gehäuseoberseite eingelassen. Zwar ist der Zoomfaktor mit 1,1 nicht besonders groß, aber bei der finalen Platzierung des Projektors ist er durchaus hilfreich, um das Bild auf der Leinwand exakt anzupassen.

 

Schnelle und leichte Installation
Die Installation des Optoma HD29 Darbee geht leicht von der Hand. Zwei Meter Bildbreite gelingen ihm aus einem Abstand von 2,96 – 3,24 Meter. Auch wenn der Projektor nicht besonders wertig aussehen mag, besitzen die Regler für Zoom und Fokus eine angenehme Haptik. Es scheuert nichts. Die Einstellungen gelingen darüber hinaus äußerst präzise.
Direkt nach dem ersten Einschalten befindet sich der Optoma im Bildmodus „Vivid“, der für recht helle und bunte Bilder sorgt. Wer die hohe Lichtausbeute wirklich benötigt, weil sich das Wohnzimmer nur unzureichend abdunkeln lässt, sollte den „Farbe“-Regler so weit absenken, bis das Bild etwas natürlicher erscheint. Besser eignet sich meines Erachtens der Bildmodus „Benutzer“, um originalgetreue Farben nach Rec.709-Standard zu projizieren.

Foto: Michael B. Rehders Die Tastatur des Handsenders ist blau beleuchtet und gut leserlich beschriftet. Im stockdunklen Heimkino lässt sich damit zügig durch das On-Screen-Menü navigieren.

Foto: Michael B. Rehders
Die Tastatur des Handsenders ist blau beleuchtet und gut leserlich beschriftet. Im stockdunklen Heimkino lässt sich damit zügig durch das On-Screen-Menü navigieren.

 

Das Bildschirm-Menü ist übersichtlich strukturiert und leicht verständlich beschrieben. Hinter dem Begriff „Enhanced Gaming“ befindet sich nichts weiter als ein Spiele-Modus, der die Reaktionszeit des Projektors verringert. Hinter „Drei Dimensionen“ verbergen sich mehrere Einstellmöglichkeiten für 3D-Filme.

Das Bildschirm-Menü ist übersichtlich strukturiert und leicht verständlich beschrieben. Hinter dem Begriff „Enhanced Gaming“ befindet sich nichts weiter als ein Spiele-Modus, der die Reaktionszeit des Projektors verringert. Hinter „Drei Dimensionen“ verbergen sich mehrere Einstellmöglichkeiten für 3D-Filme.

 

Messungen
Direkt aus dem Karton erzielt der Optoma HD29 Darbee ordentliche 1200 Lumen. Der On/Off-Kontrast beträgt gute 1370:1. Der Farbraum ist ein wenig erweitert, so dass die Farben etwas zu bunt erscheinen. Wem das gefällt, der kann das Bild so weiterhin genießen.
Die vom Hersteller angegebenen 3200 Lumen werden im Bildmodus „Hell“ mit 2540 Lumen deutlich verfehlt. Besonders schlimm finde ich das aber nicht, weil der hellste Bildmodus meistens mit einem unbrauchbaren Grün-Farbstich verbunden ist – und deshalb ohnehin ein anderer Bildmodus genutzt werden sollte.
Wer auf standardisierte Farben nach Rec.709 Wert legt, schaltet den Projektor in den Modus „Benutzer“. Hier trifft der Farbraum fast punktgenau seine Sollwerte. Leider lässt sich die bereits gute Farbtemperatur nicht weiter optimieren, wenn dafür die erforderlichen RGB-Gain/Offset-Regler verwendet werden. Die Gain-Regler in diesem Menü sind wirkungslos. Aber es gibt eine Lösungsmöglichkeit, die ich nachfolgend beschreibe:

Die Farbtemperatur wird üblicherweise mit den RGB-Gain/Offset-Reglern eingestellt, die Optoma im HD29 RGB-Verstärkung und Grundeinstellung nennt. Die Verstärkung ist leider ohne Wirkung. Lediglich die Grundeinstellung lässt sich verändern. Für eine ordentliche Farbtemperatureinstellung ist das aber zu wenig, weil damit kein vernünftiges Ergebnis möglich ist.

Die Farbtemperatur wird üblicherweise mit den RGB-Gain/Offset-Reglern eingestellt, die Optoma im HD29 RGB-Verstärkung und Grundeinstellung nennt. Die Verstärkung ist leider ohne Wirkung. Lediglich die Grundeinstellung lässt sich verändern. Für eine ordentliche Farbtemperatureinstellung ist das aber zu wenig, weil damit kein vernünftiges Ergebnis möglich ist.

 

Im Menü „Farbabstimmung“, das für die Einstellung der Primär- und Sekundärfarben vorgesehen ist, gibt es neben Rot, Grün, Blau, Magenta, Cyan und Gelb noch zusätzlich den Reiter „Weiß“. Mit dem Letztgenannten kann die Farbtemperatur perfekt eingestellt werden. Die RGB-Parameter sorgen für einen ausgesprochen linearen Graustufenverlauf. Klasse!

Im Menü „Farbabstimmung“, das für die Einstellung der Primär- und Sekundärfarben vorgesehen ist, gibt es neben Rot, Grün, Blau, Magenta, Cyan und Gelb noch zusätzlich den Reiter „Weiß“. Mit dem Letztgenannten kann die Farbtemperatur perfekt eingestellt werden. Die RGB-Parameter sorgen für einen ausgesprochen linearen Graustufenverlauf. Klasse!

 

Graustufenverlauf: Im Bildmodus „Vivid“ (links) ist gut zu sehen, dass Rot und Blau von der 100-%-Linie abweichen. Nach der Kalibrierung des Bildmodus „Benutzer“ (rechts) verlaufen Rot, Grün und Blau ab 20 IRE vortrefflich auf der Ideallinie, so dass vor allem Schwarz/Weiß-Bildwerke wunderbar natürlich projiziert werden.

Graustufenverlauf: Im Bildmodus „Vivid“ (links) ist gut zu sehen, dass Rot und Blau von der 100-%-Linie abweichen. Nach der Kalibrierung des Bildmodus „Benutzer“ (rechts) verlaufen Rot, Grün und Blau ab 20 IRE vortrefflich auf der Ideallinie, so dass vor allem Schwarz/Weiß-Bildwerke wunderbar natürlich projiziert werden.

 

Farbraum: In der Werkseinstellung (links) fällt der Farbraum etwas größer aus. Ebenso liegt die Farbtemperatur mit 7692 Kelvin über der Norm. Nach der Kalibrierung des Bildmodus „Benutzer“ (rechts) sieht das Farbsegel vorbildlich aus. Das belegen auch die Delta-E-Werte in der Tabelle, die allesamt im grünen Bereich sind. Die Farbtemperatur beträgt nun gute 6564 Kelvin (D65).

Farbraum: In der Werkseinstellung (links) fällt der Farbraum etwas größer aus. Ebenso liegt die Farbtemperatur mit 7692 Kelvin über der Norm. Nach der Kalibrierung des Bildmodus „Benutzer“ (rechts) sieht das Farbsegel vorbildlich aus. Das belegen auch die Delta-E-Werte in der Tabelle, die allesamt im grünen Bereich sind. Die Farbtemperatur beträgt nun gute 6564 Kelvin (D65).

 

Gamma: Ab Werk und nach der Kalibrierung fällt der Gammaverlauf homogen aus (rechts). Sobald die dynamische Helligkeitsregelung „Dynamic Black“ eingeschaltet wird, ändert sich der gute Bildeindruck sichtbar. Helle Bildinhalte werden zunehmend aufgehellt. Mit einer normnahen Wiedergabe hat das zwar nichts mehr zu tun, ist aber dafür gedacht, vor allem in dunklen Filmszenen helle Bereiche strahlender erscheinen zu lassen.

Gamma: Ab Werk und nach der Kalibrierung fällt der Gammaverlauf homogen aus (rechts). Sobald die dynamische Helligkeitsregelung „Dynamic Black“ eingeschaltet wird, ändert sich der gute Bildeindruck sichtbar. Helle Bildinhalte werden zunehmend aufgehellt. Mit einer normnahen Wiedergabe hat das zwar nichts mehr zu tun, ist aber dafür gedacht, vor allem in dunklen Filmszenen helle Bereiche strahlender erscheinen zu lassen.

 

Helligkeit, Kontrast und Farbtemperatur
Helligkeit: 2540 Lumen (Bildmodus „Hell“)
Helligkeit: 684 Lumen (nach Kalibrierung)
Schwarz: 0,87 Lumen (nach Kalibrierung)
On/Off-Kontrast: 768:1 (nach Kalibrierung)
ANSI-Kontrast: 310:1 (nach Kalibrierung)
Farbtemperatur: 6564 Kelvin (nach Kalibrierung)


Bildeindrücke mit und ohne Darbee

Nachdem die Messreihen und die Kalibrierung abgeschlossen sind, widme ich mich den Bildeindrücken auf der Leinwand.
Zunächst einmal fällt mir positiv auf, dass der Optoma HD29 Darbee alle 1920 x 1080 Pixel darzustellen vermag – und zwar auf der gesamten Leinwandfläche.

Full-HD-Pixelauflösung: Alle schwarz/weißen Felder in Pixelauflösung stellt der Optoma HD 29 Darbee auf der Leinwand dar. Allenfalls kleinste Farbsäume (chromatische Aberration) sind vorhanden, welche den Bildeindruck in keiner Weise schmälern, da sie selbst aus relativ nahen Betrachtungsabständen nicht zu erkennen sind.

Full-HD-Pixelauflösung: Alle schwarz/weißen Felder in Pixelauflösung stellt der Optoma HD 29 Darbee auf der Leinwand dar. Allenfalls kleinste Farbsäume (chromatische Aberration) sind vorhanden, welche den Bildeindruck in keiner Weise schmälern, da sie selbst aus relativ nahen Betrachtungsabständen nicht zu erkennen sind.

 

Foto: Michael B. Rehders - Der kleine Ausschnitt aus dem projizierten Hamburg-Panorama, das ich aus der 21. Etage des Hanseatic Trade Centers geschossen habe, wird nach der Kalibrierung originalgetreu projiziert. Die orangefarbenen Türen der U-Bahn, das Rot des Doppeldeckers und der graue Asphalt gelingen ohne Fehl und Tadel. Der Schriftzug „STADTRUNDFAHRT“ ist gut zu lesen. Die Zeichnung dunkler Bereiche unter der Brücke ist vollständig erhalten.

Foto: Michael B. Rehders –
Der kleine Ausschnitt aus dem projizierten Hamburg-Panorama, das ich aus der 21. Etage des Hanseatic Trade Centers geschossen habe, wird nach der Kalibrierung originalgetreu projiziert. Die orangefarbenen Türen der U-Bahn, das Rot des Doppeldeckers und der graue Asphalt gelingen ohne Fehl und Tadel. Der Schriftzug „STADTRUNDFAHRT“ ist gut zu lesen. Die Zeichnung dunkler Bereiche unter der Brücke ist vollständig erhalten.

 

Foto: Michael B. Rehders - Screenshot ohne Darbee: Das braun-rote Gebäude im Hintergrund in Rom ist ebenfalls ein klitzekleiner Ausschnitt aus einer projizierten Panoramaaufnahme. Die Säulen sind gut zu erkennen. Die Straßenlaterne vor dem Gebäude wird vollständig reproduziert, selbst der Zaun, der das Kolosseum von der Straße trennt, weist noch Zeichnung auf. Störende chromatische Aberrationen sind nicht zu sehen.

Foto: Michael B. Rehders –
Screenshot ohne Darbee: Das braun-rote Gebäude im Hintergrund in Rom ist ebenfalls ein klitzekleiner Ausschnitt aus einer projizierten Panoramaaufnahme. Die Säulen sind gut zu erkennen. Die Straßenlaterne vor dem Gebäude wird vollständig reproduziert, selbst der Zaun, der das Kolosseum von der Straße trennt, weist noch Zeichnung auf. Störende chromatische Aberrationen sind nicht zu sehen.

 

Foto: Michael B. Rehders - Screenshot mit Darbee: Sobald die „Darbee Visual Presence“-Technologie eingeschaltet wird, werden die kontrastreichen Kanten verstärkt. Feine Details werden förmlich herausgeschält und verleihen dem Gesamtbildwerk deutlich mehr Plastizität und Feinzeichnung. In der Werkseinstellung „60“ bleiben die Farben unverändert. Negativen Einfluss auf die Farb- und Graustufenverläufe hat dieser Wert nicht – auch messtechnisch gibt es keine nennenswerten Abweichungen zum Original. Hier leistet der Darbee-Prozessor wirklich ganze Arbeit.

Foto: Michael B. Rehders –
Screenshot mit Darbee: Sobald die „Darbee Visual Presence“-Technologie eingeschaltet wird, werden die kontrastreichen Kanten verstärkt. Feine Details werden förmlich herausgeschält und verleihen dem Gesamtbildwerk deutlich mehr Plastizität und Feinzeichnung. In der Werkseinstellung „60“ bleiben die Farben unverändert. Negativen Einfluss auf die Farb- und Graustufenverläufe hat dieser Wert nicht – auch messtechnisch gibt es keine nennenswerten Abweichungen zum Original. Hier leistet der Darbee-Prozessor wirklich ganze Arbeit.

 

Blu-ray:
„Passengers“ – Das Raumschiff Avalon befindet sich auf einer 120 Jahre dauernden Reise von der Erde zur Kolonie Homestead 2. Die Passagiere und Crew-Mitglieder befinden sich allesamt im Hyperschlaf. Aufgrund eines technischen Fehlers wird der Passagier Jim Presten aufgeweckt. 90 Jahre zu früh. Als einziger. Preston muss sich nun damit abfinden, dass er höchstwahrscheinlich noch während der Reise sterben wird.
Unmittelbar nach dem Start des Films durchquert die Avalon den Weltraum. Die Sterne leuchten strahlend hell auf Bildbreiten bis 2,90 Meter. Wird der Darbee-Prozessor eingeschaltet, erscheinen Streben und Außenhülle des Raumschiffes noch feiner aufgelöst. Zusammen mit „Dynamic Black“ gewinnt das Bild noch einmal an Plastizität, da in dunklen Szenen der Schwarzwert sichtbar dunkler dargestellt wird. In fast allen Film-Szenen ist mir die Arbeitsweise nicht negativ aufgefallen, weil die dynamische Lampenregelung nur während reiner Schwarzbilder (mit wenig Inhalt) die Lichtausbeute drastisch reduziert. Auffallend ist hingegen das variable Lüftergeräusch. Im niedrigen Lampenmodus ist der Projektor angenehm leise, im hellen Lampenmodus ist der Optoma schon deutlich wahrnehmbar. Wahrnehmbar ist für mich auch der so genannte Regenbogen-Effekt (RBE). Der RBE fällt aber angenehm gering aus, aufgrund des Doppel-RGB-Farbrades, so dass ich ihn nur in wenigen extrem kontrastreichen Szenen als störend empfinde.
Als Jim versucht, das Feuer an Bord zu löschen, leuchten die verschiedenen Rotfarbtöne der Flammen äußerst brillant. Ebenfalls wird das Grün der Vegetation auf dem Raumschiff natürlich wiedergegeben. Wenn die kleinen Reinigungs-Roboter über den Fußboden fahren, geschieht das vollkommen ruckelfrei. Die Bewegungsdarstellung gelingt dem HD29 vortrefflich. Ebenso besitzt Jim einen natürlichen Teint, wenn er in der Bar sitzt und seinen Whisky trinkt.
Die 3D-Wiedergabe steht der 2D-Projektion nicht nach. Angenehm ist der flimmerfreie 144-Hz-Wiedergabe und das komplette fehlen von Ghosting (Crosstalk-Effekte).

Foto: Michael B. Rehders – Der Optoma HD29 Darbee kann in der Höhe verstellt werden und steht dabei immer noch wackelfrei auf dem festen Untergrund.

Foto: Michael B. Rehders –
Der Optoma HD29 Darbee kann in der Höhe verstellt werden und steht dabei immer noch wackelfrei auf dem festen Untergrund.

Fazit:
Optoma bietet mit dem brandneuen HD29 Darbee einen Full-HD-Projektor, der mittels der integrierten „Darbee Visual Presence“-Technologie Feindetails noch mehr Zeichnung verleiht. Die Installation geht leicht von der Hand, und die Farben sehen bereits in der Werkseinstellung natürlich aus. Profis können mit entsprechendem Messequipment die Farben sogar perfektionieren. Allenfalls der niedrige Kontrast bietet einen Grund zum Kritteln. In der Summe projiziert dieser Heimkino-Projektor ein ausgesprochen detailreiches Bild, originalgetreue Farben und gibt bewegte Elemente angenehm scharf und flüssig wieder. Wer darüber hinaus 3D-Filme flimmerfrei erleben und auf Leinwandbreiten unter drei Meter zocken möchte, findet im Optoma HD29 Darbee einen empfehlenswerten Spielpartner.

Pro & Kontra
+ sehr gute Schärfe und Detaildarstellung
+ Darbee-Prozessor
+ Farben sehr gut
+ MHL
+ Farbtemperatur im Farbraum-Preset einstellbar
+ beleuchtete Fernbedienung
+ 3D mit 144 Hz

– RGB-Gain-Offsetregler unbrauchbar
– hörbarer Lüfter im hohen Lampenmodus
– verbesserungswürdiger Kontrast

Messergebnisse und technische Daten:
Modell: Optoma HD 29 Darbee
Maximalhelligkeit: 684 Lumen (D65)
Schwarzwert: 0,87 Lumen (D65)
Kontrast: 768:1 (On/Off) / 310:1 (ANSI)
Farbtemperatur: 6564 Kelvin (D65)
Betriebsgeräusch: 29 dB
Technik: Ein-Chip-DLP
Auflösung: 1920 x 1080 Pixel
Abstand für 2 Meter Bildbreite: 2,96 – 3,24 Meter
Abmessungen: 298 x 230 x 96 mm
Gewicht: 2,5 kg
Garantie: 2 Jahre
Preis (UVP): 849,- Euro
Website: www.optoma.de

Test, Text und Fotos: Michael B. Rehders

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