TEST: OPTOMA UHD300X – 4K-PREISHIT MIT HERAUSRAGENDER SCHÄRFE

Exzellente Farben, knackige Details und einen tollen Kontrast verspricht Optoma allen TV-, Gaming und Filmfans. Wie sich der schicke 4K-Projektor im Heimkino schlägt, und was er sonst noch für Gadgets besitzt, zeigt dieser Test.

Foto: Michael B. Rehders Optoma UHD300X

Foto: Michael B. Rehders
Optoma UHD300X

Verarbeitung und Design
Das weiße Finish mit der silbernen Banderole ist stylisch. Praktisch finde ich die eingelassenen Regler für Lens-Shift und Zoom, weil diese sich nicht unabsichtlich verstellen lassen. Wie von Optoma gewohnt, besitzt der UHD300X sämtliche Anschlüsse auf der Rückseite, womit er wie geschaffen ist für die unauffällige Wohnzimmerintegration. Die Verarbeitung von Gehäuse und Schnittstellen ist ordentlich, alles macht einen wertigen und preisklassengerechten Eindruck. Sämtliche Kabel sitzen fest in den Anschlussbuchsen, nichts wackelt; somit beste Voraussetzungen für eine fehlerfreie Signalübertragung.

Foto: Michael B. Rehders Sogar 10 % Lens-Shift besitzt der Optoma UHD300X. Das ist zwar nicht besonders viel, aber zusammen mit dem 1,3-fachen Zoom steigert es die Flexibilität – und erleichtert die Installation auf angenehme Art und Weise.

Foto: Michael B. Rehders
Sogar 10 % Lens-Shift besitzt der Optoma UHD300X. Das ist zwar nicht besonders viel, aber zusammen mit dem 1,3-fachen Zoom steigert es die Flexibilität – und erleichtert die Installation auf angenehme Art und Weise.

Ausstattung und Technik
Der Optoma UHD300X gehört zur Generation der 0,47“-Chips. Hierbei handelt es sich um einen aktuellen DLP-Chip, der eine native Auflösung von 2096 x 1200 Pixel besitzt. Davon werden tatsächlich „nur“ 1920 x 1080 Pixel genutzt. Alle anderen Pixel drumherum erzeugen einen ganz leichten anthrazit farbigen Lichthof. Da diese Pixel nicht abgeschaltet werden können, empfiehlt es sich beim Kauf einer Leinwand darauf zu achten, dass die schwarze Kaschierung umlaufend 10 cm beträgt. Damit wird dieser Lichthof bis zu einer Bildbreite von drei Metern zuverlässig geschluckt. Ansonsten kann dieser dunkle Lichthof auf den Bereich außerhalb/hinter der Leinwand fallen und empfindliche Gemüter durchaus stören.
4K und HDR sind inzwischen in aller Munde. Der Optoma unterstützt diese Techniken und nimmt Filme mit UHD-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) und HDR (High Dynamic Range) entgegen und projiziert sie via XPR-Shift-Technologie. Da UHD exakt die vierfache Auflösung von Full HD (1920 x 1080 Pixel) ist, stellt der Optoma die Bildinformationen des UHD-Signals viermal dar – und zwar leicht verschoben. Wie gut das funktioniert, wenn Pixel einfach übereinander abgebildet werden, zeige ich unten im Bildtest.
3D kann der Optoma UHD300X übrigens nicht darstellen, gleichwohl Fernbedienung, On-Screen-Menü und Bedienungsanleitung dieses Feature ausweisen.
Um eine 2-Meter-Leinwand vollständig auszuleuchten, kann der Projektor von 2,42 – 3,18 Meter davon entfernt aufgestellt werden.
Optoma hat dem UHD300X Lens-Shift und Zoom spendiert. Aufgrund des Offsets kann der Projektor überkopf unter der Zimmerdecke hängen oder mobil auf dem Wohnzimmertisch platziert werden.
Ein vollständiges Sechs-Achsen-Farbmanagement ist ebenfalls vorhanden. Damit lassen sich die Primär- und Sekundärfarben wunschgemäß einstellen. Das Farbmanagement arbeitet vorzüglich. Mir gelingt damit eine vollständige Kalibrierung innerhalb von 20 Minuten. Das ist sehr schnell.

Foto: Michael B. Rehders Sämtliche Anschlussbuchsen sind in die Rückseite eingelassen. Darunter befinden zwei HDMI-Schnittstellen, über die Filme von der 4K-Blu-ray, Netflix und Sky zugeführt werden.

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Sämtliche Anschlussbuchsen sind in die Rückseite eingelassen. Darunter befinden zwei HDMI-Schnittstellen, über die Filme von der 4K-Blu-ray, Netflix und Sky zugeführt werden.

Foto: Michael B. Rehders Sollte die Fernbedienung mal nicht zur Hand sein, können alle Einstellungen direkt am Optoma UHD300X durchgeführt werden. Auf der Oberseite des Gehäuses befindet sich die Tastatur dafür.

Foto: Michael B. Rehders
Sollte die Fernbedienung mal nicht zur Hand sein, können alle Einstellungen direkt am Optoma UHD300X durchgeführt werden. Auf der Oberseite des Gehäuses befindet sich die Tastatur dafür.

Foto: Michael B. Rehders Die Fernbedienung ist beleuchtet. Sie scheint strahlend hell im abgedunkelten Raum und ist sehr gut beschriftet. Leider sind nicht alle Tasten belegt. User 1 und 2 sind ohne Wirkungsweise. Ebenso wird 3D nicht unterstützt, egal ob ein 3D-Bildsignal vom Blu-ray-Player anliegt oder nicht. Praktisch finde ich die Direktwahltasten für Anzeigemodus, Helligkeit und Kontrast, um schnell mal ein paar Änderungen durchzuführen.

Foto: Michael B. Rehders
Die Fernbedienung ist beleuchtet. Sie scheint strahlend hell im abgedunkelten Raum und ist sehr gut beschriftet.
Leider sind nicht alle Tasten belegt. User 1 und 2 sind ohne Wirkungsweise. Ebenso wird 3D nicht unterstützt, egal ob ein 3D-Bildsignal vom Blu-ray-Player anliegt oder nicht. Praktisch finde ich die Direktwahltasten für Anzeigemodus, Helligkeit und Kontrast, um schnell mal ein paar Änderungen durchzuführen.

Das On-Screen-Menü erscheint vertraut. Alle Reiter sind verständlich beschriftet und gut zu lesen.

Das On-Screen-Menü erscheint vertraut. Alle Reiter sind verständlich beschriftet und gut zu lesen.

Nur minimale Änderungen waren notwendig, um Rot exakt auf die Soll-Koordinaten des Standards Rec.709 zu bringen.

Nur minimale Änderungen waren notwendig, um Rot exakt auf die Soll-Koordinaten des Standards Rec.709 zu bringen.

Messungen und Diagramme
Optoma beziffert die Maximalhelligkeit mit 2200 Lumen. In der Praxis erreicht das Testgerät 1872 Lumen. Wie üblich bei Projektoren ist der Bildmodus „Hell“ viel zu grün/blaustichig, weil das native Farbspektrum der UHP-Lampe ausgeschöpft wird. Für Präsentationen unter suboptimalen Lichtverhältnissen oder Live-Sport am Nachmittag kann das Preset durchaus mal ausprobiert werden. Mein Fall ist das jedoch nicht. Besser finde ich die Werkseinstellung mit dem Anzeigemodus „Kino“. Damit erreicht der UHD300X ordentliche 1214 Lumen mit einer Farbtemperatur von guten 6430 Lumen. Im Grunde kann der Optoma aus dem Karton heraus verwendet werden, ohne dass etwas eingestellt werden muss. Das Ergebnis sind schöne kräftige Farben.
Für die Kalibrierung auf den Rec.709-Standard nutze ich das Preset „Benutzer“. 940 Lumen beträgt die maximale Lichtausbeute. Das reicht aus für Bildbreiten bis 3,30 Meter. Der Kontrast beträgt verbesserungswürdige 526:1 (On/Off) und ordentliche 325:1 (ANSI).

 

Farbraum: Das schwarze Dreieck zeigt die Soll-Koordinaten des Rec.709-Standards. Das weiße Dreieck die gemessenen Werte. Bereits ab Werk („Kino“) sieht das Diagramm (links) gut aus. Das Farbspektrum ist leicht erweitert, was zu etwas kräftigeren Hautfarben führt. Nach der Kalibrierung (rechts) werden alle Vorgaben mustergültig eingehalten.

Farbraum: Das schwarze Dreieck zeigt die Soll-Koordinaten des Rec.709-Standards. Das weiße Dreieck die gemessenen Werte.
Bereits ab Werk („Kino“) sieht das Diagramm (links) gut aus. Das Farbspektrum ist leicht erweitert, was zu etwas kräftigeren Hautfarben führt. Nach der Kalibrierung (rechts) werden alle Vorgaben mustergültig eingehalten.

Farbraum UHD/HDR: Nach der Kalibrierung liegen Rot, Blau, Magenta, Gelb und Cyan bereits nahe ihrer Vorgaben, so dass das größere Farbspektrum der 4K-Filme in diesen Bereichen voll ausgeschöpft werden kann. Allenfalls Grün verfehlt seine Soll-Koordinaten ein wenig. Trotzdem erscheinen Wälder und Grünflächen sehr natürlich. Allenfalls im direkten A/B-Vergleich fällt auf, dass es noch eine Spur satter geht. Groß sind die Unterschiede nicht im realen Filmbetrieb.

Farbraum UHD/HDR: Nach der Kalibrierung liegen Rot, Blau, Magenta, Gelb und Cyan bereits nahe ihrer Vorgaben, so dass das größere Farbspektrum der 4K-Filme in diesen Bereichen voll ausgeschöpft werden kann. Allenfalls Grün verfehlt seine Soll-Koordinaten ein wenig. Trotzdem erscheinen Wälder und Grünflächen sehr natürlich. Allenfalls im direkten A/B-Vergleich fällt auf, dass es noch eine Spur satter geht. Groß sind die Unterschiede nicht im realen Filmbetrieb.

Graustufenverlauf: Ab Werk (Diagramm links) bedarf es eigentlich keiner Änderungen. Die Delta-E-Werte liegen allesamt unter 2,5. Das ist ein hervorragender Wert für eine realistische Farbwiedergabe ohne Farbstiche. Das RGB-Niveau schwankt um 2 % bei 100 %. Hier befinden wir uns bereits im Bereich der Messtoleranzen von Wiederholungsmessungen. Sehr gut! Im Grunde muss auch hier nichts geändert werden. Trotzdem wollte ich mal sehen, was machbar ist. Nach der Kalibrierung erreicht das RGB-Niveau fast punktgenau 100 % für Rot, Grün und Blau. Auch die Delta-E-Werte (max. 0,8) liegen nun alle im grünen Bereich. Besser geht es kaum noch.

Graustufenverlauf: Ab Werk (Diagramm links) bedarf es eigentlich keiner Änderungen. Die Delta-E-Werte liegen allesamt unter 2,5. Das ist ein hervorragender Wert für eine realistische Farbwiedergabe ohne Farbstiche. Das RGB-Niveau schwankt um 2 % bei 100 %. Hier befinden wir uns bereits im Bereich der Messtoleranzen von Wiederholungsmessungen. Sehr gut! Im Grunde muss auch hier nichts geändert werden. Trotzdem wollte ich mal sehen, was machbar ist. Nach der Kalibrierung erreicht das RGB-Niveau fast punktgenau 100 % für Rot, Grün und Blau. Auch die Delta-E-Werte (max. 0,8) liegen nun alle im grünen Bereich. Besser geht es kaum noch.

Gamma: Ab Werk wird das „Gamma Film“ (links) verwendet. Ganz ähnlich sieht das „Gamma 2.2“ aus. Es erreicht nicht ganz seine Vorgabe, so dass ich die Nutzung des „Gamma 2.3“ empfehle für eine originalgetreue Annäherung.

Gamma: Ab Werk wird das „Gamma Film“ (links) verwendet. Ganz ähnlich sieht das „Gamma 2.2“ aus. Es erreicht nicht ganz seine Vorgabe, so dass ich die Nutzung des „Gamma 2.3“ empfehle für eine originalgetreue Annäherung.

Die Grautreppe zeigt sehr gut auf, wie homogen der Graustufenverlauf ist. Sämtliche Abstufungen sind zu sehen und vollkommen farbneutral.

Die Grautreppe zeigt sehr gut auf, wie homogen der Graustufenverlauf ist. Sämtliche Abstufungen sind zu sehen und vollkommen farbneutral.

Full-HD-Auflösung: Oben links befindet sich ein Schachbrettmuster in Full-HD-Auflösung. Der Optoma UHD300X stellt jedes einzelne Feld klar und deutlich dar.

Full-HD-Auflösung: Oben links befindet sich ein Schachbrettmuster in Full-HD-Auflösung. Der Optoma UHD300X stellt jedes einzelne Feld klar und deutlich dar.

Optimal Einstellung
An dieser Stelle präsentiere ich eine Grundeinstellung, mit der die Farben nah am Rec.709-Standard sind. Darüber hinaus lässt sich eine Kalibrierung darauf aufbauen.

Anzeige: Bildeinstellungen Anzeigemodus: Benutzer Helligkeit: 0 Kontrast: 0 Schärfe: 6

Anzeige: Bildeinstellungen
Anzeigemodus: Benutzer
Helligkeit: 0
Kontrast: 0
Schärfe: 6

Ultra Detail: 3

Ultra Detail: 3

„Billiant Color“: 1 (auf Wunsch auch bis 6) Farbtemperatur: D65 Farbraum: HDTV

„Billiant Color“: 1 (auf Wunsch auch bis 6)
Farbtemperatur: D65
Farbraum: HDTV

Mehr muss nicht eingestellt werden, um ein realistisches Bild zu projizieren. Wer kräftigere Farben bevorzugt, nutzt „Kino“ oder „HDR SM“. Bei letzterem handelt es sich um ein Feature, das mit Standard Filmen HDR simuliert. Die Folge sind kräftige Farben und ein sichtbar besserer Kontrasteindruck. Einfach mal ausprobieren, vielleicht gefällt es dem einen oder anderen ja.

Foto: Michael B. Rehders Diese Panorama-Aufnahme habe ich aus der 21. Etage des Hanseatic Trade Centers geschossen. Es zeigt die Skyline von Hamburg. Die Farben des roten Backsteingebäudes sind originalgetreu. Ebenso gelingt dem UHD300X ein homogener Blauverlauf im Himmel.

Foto: Michael B. Rehders
Diese Panorama-Aufnahme habe ich aus der 21. Etage des Hanseatic Trade Centers geschossen. Es zeigt die Skyline von Hamburg. Die Farben des roten Backsteingebäudes sind originalgetreu. Ebenso gelingt dem UHD300X ein homogener Blauverlauf im Himmel.

Bildeindrücke: Prächtige Farben und herausragende Schärfe
Zunächst spiele ich ein paar Fotoaufnahmen in UHD-Auflösung zu. Die XPR-Technik ist jetzt aktiv. Im hohen Lampenmodus ist davon nichts zu hören, gleichwohl ich das Betriebsgeräusch als angenehm leise empfinde. Unter 30 dB beträgt die Lautstärke. Das ist ein sehr guter Wert für einen Projektor, der weniger als 1000,- Euro kostet.
Ein Auflösungsvorsprung ist sofort erkennbar gegenüber Full-HD. Es gibt schlichtweg mehr Feindetails und Farbverläufe sehen prächtiger aus. Insgesamt erscheint das hochaufgelöste Bild natürlicher.

Foto: Michael B. Rehders Der rote Doppeldecke weist nahezu alle Einzelheiten auf, die auf der Originaldatei auch vorhanden sind. In der Ausschnittsvergrößerung ist gut zu sehen, dass der Schriftzug „STADTRUNDFAHRT“ vollständig abgebildet wird, ebenso wie das Wappen von Hamburg links daneben. Einzelne Mauersteine besitzen eine fantastische Kantenschärfe. Besser habe ich das bei noch keinem Projektor in dieser Preisklasse gesehen. Kompliment an Optoma für diese fantastische Schärfe!

Foto: Michael B. Rehders
Der rote Doppeldecke weist nahezu alle Einzelheiten auf, die auf der Originaldatei auch vorhanden sind. In der Ausschnittsvergrößerung ist gut zu sehen, dass der Schriftzug „STADTRUNDFAHRT“ vollständig abgebildet wird, ebenso wie das Wappen von Hamburg links daneben. Einzelne Mauersteine besitzen eine fantastische Kantenschärfe. Besser habe ich das bei noch keinem Projektor in dieser Preisklasse gesehen. Kompliment an Optoma für diese fantastische Schärfe!

Foto: Michael B. Rehders Die Aufnahme von der AIDA Sol, die vormittags die Elbe hinauf fährt, besticht mit herrlichen Farben. Schauen wir uns die Auflösung mal genauer an.

Foto: Michael B. Rehders
Die Aufnahme von der AIDA Sol, die vormittags die Elbe hinauf fährt, besticht mit herrlichen Farben. Schauen wir uns die Auflösung mal genauer an.

Foto: Michael B. Rehders Auf dem Theater im Hafen ist der Schriftzug „DER KÖNIG DER LÖWEN“ vollständig zu lesen. Jeder einzelne Buchstabe wird klar und deutlich abgebildet. Hier spielt die XPR-Technologie ihre ganze Klasse aus. Mit einem Full-HD-Projektor ist nicht mal ansatzweise so ein Ergebnis darstellbar. Wer hier ein noch besseres Ergebnis anstrebt, der muss zu einem nativen 4K-Projektor greifen, der ein vielfaches vom UHD300X kostet.

Foto: Michael B. Rehders
Auf dem Theater im Hafen ist der Schriftzug „DER KÖNIG DER LÖWEN“ vollständig zu lesen. Jeder einzelne Buchstabe wird klar und deutlich abgebildet. Hier spielt die XPR-Technologie ihre ganze Klasse aus. Mit einem Full-HD-Projektor ist nicht mal ansatzweise so ein Ergebnis darstellbar. Wer hier ein noch besseres Ergebnis anstrebt, der muss zu einem nativen 4K-Projektor greifen, der ein vielfaches vom UHD300X kostet.

Blu-ray:
Das wichtigste vorweg – Spielfilme mit 24 Hz werden originalgetreu wiedergegeben. Es findet keine Umrechnung auf 60 Hz statt, wie es andere 4K-Projektoren mit XPR-Shift oftmals machen. Dadurch ruckeln bewegte Szenen mit dem Optoma nicht. Alles läuft herrlich flüssig.
Als Bruce Wayne über den Berggipfel ins Dorf zu Aquaman geht, werden alle Steine abgebildet. Trotz Kameraflug erscheinen die Aufnahmen angenehm smooth. Die dichten Wolken weisen alle Strukturen auf, es überstrahlt nichts ins Weiß. Der RBE (Regenbogen-Effekt) ist angenehm gering. Allenfalls im Abspann und extrem kontrastreichen Szenen sehe ich ein Farblitzen.

Foto: Michael B. Rehders Tolle Detailfülle. In den malerischen Straßen von Lissabon sind die sommerlichen Temperaturen fast fühlbar für den Betrachter. Der rote Hydrant, die gelbe Straßenbahn und perfekt durchgezeichnete Schatten stellen den Optoma vor keinerlei Herausforderungen. Er macht alles richtig.

Foto: Michael B. Rehders
Tolle Detailfülle. In den malerischen Straßen von Lissabon sind die sommerlichen Temperaturen fast fühlbar für den Betrachter. Der rote Hydrant, die gelbe Straßenbahn und perfekt durchgezeichnete Schatten stellen den Optoma vor keinerlei Herausforderungen. Er macht alles richtig.

Foto: Michael B. Rehders Bei meiner Erkundung von Lissabon erstreckte sich dieses Schauspiel vor mir. Dichte Wolken hüllen Teile der riesigen Hängebrücke ein. Trotz blauem Himmels. Spektakulär. Darüber hinaus sind einzelne Fenster und selbst Dachziegel klar und deutlich zu sehen. Diese Panoramaaufnahme ist wie geschaffen für den Optoma UHD300X, weil er Farben und Feindetails perfekt projiziert.

Foto: Michael B. Rehders
Bei meiner Erkundung von Lissabon erstreckte sich dieses Schauspiel vor mir. Dichte Wolken hüllen Teile der riesigen Hängebrücke ein. Trotz blauem Himmels. Spektakulär. Darüber hinaus sind einzelne Fenster und selbst Dachziegel klar und deutlich zu sehen. Diese Panoramaaufnahme ist wie geschaffen für den Optoma UHD300X, weil er Farben und Feindetails perfekt projiziert.

3D-Wiedergabe:
Ich muss zugeben, das ist ein kleines Ärgernis. Gleichwohl auf der Fernbedienung eine 3D-Taste vorhanden ist, das On-Screen-Menü einen 3D-Reiter besitzt und die Nutzung von 3D sogar im Handbuch beschrieben wird, gelingt es mir mit dem Optoma UHD300X nicht, einen 3D-Film abzuspielen.

Im Menü ist die Anzeige von „3D“ ausgegraut. Der Projektor unterstützt 3D schlicht und ergreifend nicht. Ebenso können auf die anderorts aufgeführten isf-Modi nicht zugegriffen werden, weil ebenfalls ausgegraut. Schade!

Im Menü ist die Anzeige von „3D“ ausgegraut. Der Projektor unterstützt 3D schlicht und ergreifend nicht. Ebenso können auf die anderorts aufgeführten isf-Modi nicht zugegriffen werden, weil ebenfalls ausgegraut. Schade!

HDR:
Das Highlight dieses Projektors ist die Unterstützung von High Dynamic Range (kurz HDR). Sobald ein 4K-fähiger Zuspieler (Netflix, YouTube, 4K-Blu-ray, PS4) am HDMI-2-Port angeschlossen ist und ein HDR-Bildsignal zugeführt wird, schaltet sich HDR automatisch ein. Von 0,005 – 1000 Nits können alle Inhalte abgebildet werden. Nach der Farbanpassung sehen die Aufnahmen prächtig aus. Vor allem helle Tageslichtaufnahmen und Mischlichtszenen mit hellen Spitzlichtern und gesättigten hellen Farben machen mir großen Spaß. Als Diana Rigg in „Justice Leage“ aus dem Mercedes aussteigt und unter der Neonbeleuchtung auf Cyborg trifft, strahlen die grünen Neonschilder, dass es eine wahre Pracht ist. Allenfalls in dunklen Szenen, schlägt der suboptimale Schwarzwert/Kontrast durch. Über der Szenerie liegt ein leichter Grauschleier. Sobald aber helle Elemente hinzukommen, sieht HDR absolut überzeugend aus. In dieser Preisklasse macht das aktuell kein Projektor besser.

Foto: Michel B. Rehders In meinem Heimkino gibt der Optoma UHD300X ein gutes Bild ab.

Foto: Michel B. Rehders
In meinem Heimkino gibt der Optoma UHD300X ein gutes Bild ab.

Fazit:
Noch nie war der Einstieg in die aktuelle 4K-Welt preiswerter. Für 990,- Euro bietet der Optoma UHD300X exzellente Farben, eine herausragende Schärfe und eine sehr gute Werkseinstellung. Allein der leichte Lichthof ums Bild und der verbesserungswürdige Kontrast sind kritikwürdig. Die Ausstattung mit Lens-Shift und kleinem Zoom bieten ein wenig Komfort und Flexibilität bei der Installation. Hochaufgelöste 4K- und HDR-Filme, TV-Sendungen und Sportübertragungen machen mit dem Optoma UHD300X riesengroßen Spaß.

Pro und Kontra
+ 4K/UHD-fähig mit XPR-Shift-Technologie
+ HDR-fähig
+ sehr gute Schärfe
+ beleuchtete Fernbedienung
+ natürliche Farben in der Werkseinstellung
+ keine sichtbare Pixelstruktur, dank XPR-Shift
+ hervorragende Farbraumabdeckung im Rec.709-Standard
– Kontrast und Schwarz verbesserungswürdig
– kein 3D
– leichter Lichthof ums Bild

Ausstattung und Messergebnisse
Modell: Optoma HD300X
Preis: 990,00 Euro
Garantie: 2 Jahre
Ausführungen: Weiß
Website: www.optoma.de
Abmessungen (BTH): 392 x 281 x 118 mm
Gewicht: 5,2 Kg
Technik: 1-Chip DLP
Helligkeit: 1872 Lumen / 940 nach Kalibrierung
Kontrast: 526:1 (On/Off)
325:1 (ANSI)
Schwarzwert: 1,78 Lumen (nach Kalibrierung)
Bildauflösung: 1920 x 1080 Pixel (3840 x 2160 mit XPR-Technologie)
Lens-Shift: Ja (10 % nach oben)
3D-Wiedergabe: Nein
3D-Transmitter Nein
3D-Brille: Nein
Abstand für 2 Meter Bildreite 2,42 – 3,18 Meter
Eingänge 2 x HDMI (1 x HDMI-2.0/HDCP-2.2-fähig)
1 x USB
1 x Mini Jack (Audio In)
1 x RS232
Ausgänge: 1 x Mini Jack (Audio Out)
Lieferumfang: Optoma UHD300X
Netzkabel
Fernbedienung
Batterien

Test, Text und Fotos: Michael B. Rehders

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