TEST: JVC DLA-N7 – 4K-Referenzprojektor mit herausragender Bildqualität

Volltreffer! JVC bringt mit dem DLA-N7 einen 4K-Heimkino-Projektor heraus, der auf ganzer Linie zu überzeugen versteht. 4K/UHD, HDR, 3D, motorische Optik, automatische Kalibrierungsfunktion und die ausgezeichnete Werkseinstellung versprechen ganz großes Kino.

Foto: Michael B. Rehders Das überarbeitete Objektiv bringt die volle UHD-Auflösung auf die Leinwand.

Foto: Michael B. Rehders
Das überarbeitete Objektiv bringt die volle UHD-Auflösung auf die Leinwand.

Styling und Design
Über Jahre hat JVC dem bewährten Design vertraut, weil Ausstattung und Betriebsgeräusch damit auf höchstem Niveau sind. Mit Einführung der nativen 4K-Technologie ändert sich nicht nur das Design, sondern auch das verbaute Objektiv.
Zunächst einmal ist der JVC DLA-N7 wirklich groß geworden. Erwachsen möchte ich da fast hinzufügen. Die Form versprüht Kraft, Eleganz und Professionalität. Doch am Ende kommt es auf den Inhalt an. Im matten Gehäuse ist ein überarbeitetes Ganzglas-Objektiv implementiert. Eine ganze Linsengruppe wurde von den Ingenieuren erneuert, damit die feine 4K-Pixelauflösung auch vollständig auf der Leinwand abgebildet wird – und das ist auch der Fall (siehe unten).
Auf den ersten Blick sicherlich eher unwichtig: Das ist die neu konstruierte Verpackung des DLA-N7. Üblicherweise wird ein Projektor einmal ausgepackt und installiert, die Kartonage verschwindet dann auf Jahre im Keller, bis der Bildwerfer zwecks Neuanschaffung eventuell verkauft wird. Dass da das Styropor beim Auspacken buchstäblich zerbröselt, ist in der Praxis eigentlich eher unwichtig für den Heimkinofan. Nicht so für den Verkäufer, der auf Kundenwunsch die Geräte vorab prüft oder kalibriert. Ein Projektor, der in einer zerbrochenen Schutzverpackung geliefert wird, wirkt nicht sonderlich vertrauenserweckend auf mich. Das sehen die Konstrukteure von JVC offensichtlich ebenso – und haben auch die Kartonage vorbildlich verbessert. Der JVC DLA-N7 kann problemlos ausgepackt werden; das Styropor zeigt sich vollkommen unbeeindruckt davon und bleibt heil. Ich finde das lobenswert.

Foto: Michael B. Rehders Gut geschützt trifft der JVC DLA-N7 bei mir ein. Die Styropor-Verpackung ist überaus stabil und zerbröselt nicht.

Foto: Michael B. Rehders
Gut geschützt trifft der JVC DLA-N7 bei mir ein. Die Styropor-Verpackung ist überaus stabil und zerbröselt nicht.

Ausstattung und Technik
Der JVC DLA-N7 besitzt den 0,69-Zoll-Chip mit nativer 4K-Auflösung. Das sind 4096 x 2160 Pixel. Wer Content mit nativer UHD-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) projizieren möchte, kann das ohne weiteres tun. Praktisch 1:1 werden Filme von der 4K-Blu-ray, Netflix und Amazon Video wiedergegeben.
Eine 265-Watt-Lampe sorgt für ausreichend Lichtausbeute. Selbst auf wirklich großen Leinwänden im Heimkino, also weit jenseits der drei Meter, gelingen mit dem JVC farbenprächtige und helle Bilder.
Eine Zwischenbildberechnung (Clear Motion Drive) sorgt für ruckelfreie und scharfe Bewegtinhalte, sogar mit UHD-Filmen arbeitet sie fehlerfrei.
HDR (High Dynamic Range) wird ebenfalls unterstützt. Gleich zwei verschiedene Technologien erkennt der DLA-N7 automatisch und gibt sie wieder. Das sind HDR10 und das Hybrid-Log-Gamma (HLG). Praktisch in diesem Zusammenhang ist das sogenannte „Auto Tone Mapping“. Die Bildwiedergabe wird automatisch an die verschiedenen Werte angepasst, die in den HDR-Metadaten der Filme hinterlegt sind. Damit soll HDR-Content ganz einfach funktionieren, ohne dass der Nutzer auch nur eine Einstellung vornehmen muss. Vorbei sollen damit endlich die Zeiten sein, in denen HDR-Inhalte viel zu dunkel erscheinen. Wie gut das funktioniert, zeige ich im Bildtest.
Zoom, Fokus, Lens-Shift lassen sich motorisch einstellen und speichern, um sie bei Bedarf mit einem einzigen Tastendruck aufzurufen. Für Cineasten mit einer Leinwand im Cinemascope-Format ist das überaus praktisch, weil der Bildformatwechsel innerhalb von wenigen Sekunden erfolgt.
Ein Sechs-Achsen-Farbmanagement gehört ebenso zur Ausstattung wie die AutoCal-Funktion. Mit Letzterer kann die Kalibrierung halbautomatisch durchgeführt werden. Zusätzlich wird lediglich ein Messsensor benötigt, wie zum Beispiel die Datacolor Spyder 5 oder X-Rite i1 Pro2. Die benötigte Software stellt JVC übrigens kostenlos zur Verfügung. Bezogen werden kann sie auf der Homepage des Herstellers.
Freunde von dreidimensionalen Filmen können sich freuen, weil der JVC DLA-N7 obendrein 3D projizieren kann – und das in bewährter Funkübertragung (RF). Für den 3D-Spaß werden nur noch der 3D-Synchro-Sender PK-EM2 und natürlich eine 3D-Brille benötigt, die optional im Handel erworben werden können.

Foto: Michael B. Rehders Auf der Rückseite des JVC DLA-N7 ist ein Staubfilter eingelassen. Dieser befindet sich hinter einer breiten Klappe. Alle paar Wochen sollte dieser übrigens gereinigt werden.

Foto: Michael B. Rehders
Auf der Rückseite des JVC DLA-N7 ist ein Staubfilter eingelassen. Dieser befindet sich hinter einer breiten Klappe. Alle paar Wochen sollte dieser übrigens gereinigt werden.

Installation und Bedienung
Satte 19,8 kg bringt der JVC DLA-N7 auf die Waage. Dies sollte bei der Montage in ein Wandregal, beziehungsweise der Auswahl der passenden Deckenhalterung unbedingt berücksichtigt werden.
Der große Zoom-Bereich (2-fach) gestattet eine angenehme Flexibilität bei der Aufstellung. Im Gegensatz zum JVC DLA-X7900 wird dieselbe Abbildungsbreite nur erreicht, wenn der N7 die vollen 4096 x 2160 Pixel nutzt. Bei nativer UHD-Auflösung ist das Bild des DLA-N7 ein wenig kleiner, was wiederum den Vorteil mit sich bringt, dass er etwas weiter hinten im Heimkino platziert werden kann, um dieselbe Bildbreite zu erlangen.
Vom Sitzplatz aus können Schärfe und die gewünschte Bildgröße bequem eingestellt werden. Für die perfekte Schärfe finde ich es hingegen ratsam, ganz nah vor die Leinwand zu treten, um anhand der (nur noch von dort erkennbaren) Pixelstruktur die Schärfe anzupassen. Vom Sitzplatz aus ist kein Screendoor sichtbar. Das Bild erscheint wie ein Dia oder analoger Film, also ganz ohne die unschöne digitale Pixeldarstellung.
Es stehen gleich haufenweise Speicherbänke zur Verfügung, um verschiedene Seitenverhältnisse abzulegen. Darüber hinaus können für jedes Preset zusätzlich individuelle Einstellungen vorgenommen werden. So ist es möglich, für jede gewünschte Bildgröße die Konvergenz anzupassen, das Bild oben/unten zu kaschieren, den „Zoom“-Modus zu verwenden (für die volle 4096-Pixel-Darstellung), oder gar für Curved-Leinwände die Kissenverzeichnung passgenau anzugleichen. Besonders die Maskierungs-Funktion finde ich praktisch bei IMAX-Filmen.  Auf Blu-ray haben viele Filme unterschiedliche Seitenverhältnisse, die dann auch noch ständig und wahllos wechseln. Zum Beispiel „Tron: Legacy“, „Transformers“, „Interstellar“ und „Dunkirk“. Vorbei sind mit dem JVC DLA-N7 die Zeiten,  in denen im Sekundentakt die Bildformate wechselt, so dass auf die Cinemascope-Leinwand fortan ein immer gleichbreites Bild projiziert wird.
Etwas gewöhnungsbedürftig bei Änderungen der gerade genutzten Presets ist, dass beispielsweise beim Anpassen von Fokus/Zoom/Shift/Maskierung diese Korrekturen automatisch im aktuellen Modus übernommen werden. Bei der Vorgängergeneration mussten alle Änderungen noch händisch gespeichert werden. Das ist jetzt nicht mehr nötig. Sehr gut!
Der Shift-Bereich ist im Übrigen groß genug, damit der Bolide leicht oberhalb der Leinwand aufgestellt werden kann. Eine Überkopfmontage ist daher nicht zwingend nötig.

Foto: Michael B. Rehders Der JVC DLA-N7 besitzt alle Anschlüsse auf der Rückseite. An die zwei HDMI-Eingänge können AV-Receiver und Spielekonsole verbunden werden. Ein USB-Port ist für Updates vorgesehen, die fortan die Nutzer auch zu Hause durchführen können. Ganz links ist der Anschluss für den 3D-Emitter.

Foto: Michael B. Rehders
Der JVC DLA-N7 besitzt alle Anschlüsse auf der Rückseite. An die zwei HDMI-Eingänge können AV-Receiver und Spielekonsole verbunden werden. Ein USB-Port ist für Updates vorgesehen, die fortan die Nutzer auch zu Hause durchführen können. Ganz links ist der Anschluss für den 3D-Emitter.

Foto: Michael B.Rehders Das On-Screen-Menü ist gewohnt übersichtlich strukturiert. Jeder, der schon mal einen JVC eingestellt hat, wird sich darin sehr schnell zurechtfinden.

Foto: Michael B.Rehders
Das On-Screen-Menü ist gewohnt übersichtlich strukturiert. Jeder, der schon mal einen JVC eingestellt hat, wird sich darin sehr schnell zurechtfinden.

Foto: Michael B. Rehders Im Installationsmodus können alle aufgeführten Einstellungen individuell festgelegt werden. Der Name „Modus 1“ kann beliebig geändert werden; zum Beispiel in „2,39:1“ oder „1,85:1“.

Foto: Michael B. Rehders
Im Installationsmodus können alle aufgeführten Einstellungen individuell festgelegt werden. Der Name „Modus 1“ kann beliebig geändert werden; zum Beispiel in „2,39:1“ oder „1,85:1“.

Foto: Michael B. Rehders Die Fernbedienung wurde ebenfalls neu konzipiert. Alle Tasten sind nun in den Handsender eingelassen. Was auf den ersten Blick wirklich schick aussieht, ist leider recht unpraktisch, weil die Tasten nicht mehr gefühlt werden können. Dank der fluoreszierenden „Licht“-Taste ist es jedoch möglich, die Beschriftungen zu beleuchten. Im dunklen Kino ist das wirklich hilfreich, um die gewünschten Befehle auch treffsicher auszuführen. Verzichtet wurde obendrein auf die drei Direkttasten für den Installationsmodus. Der neue Befehlsgeber besitzt einen „Setting Memory“-Knopf, mit dem alle gespeicherten Presets aufgerufen werden. Nun kann ganz bequem „1,85:1“ oder „Cinemascope“ ausgewählt werden – und der JVC DLA-N7 fährt die gewünschte Bildposition mit allen zusätzlich abgelegten Einstellungen zügig an.

Foto: Michael B. Rehders
Die Fernbedienung wurde ebenfalls neu konzipiert. Alle Tasten sind nun in den Handsender eingelassen. Was auf den ersten Blick wirklich schick aussieht, ist leider recht unpraktisch, weil die Tasten nicht mehr gefühlt werden können. Dank der fluoreszierenden „Licht“-Taste ist es jedoch möglich, die Beschriftungen zu beleuchten. Im dunklen Kino ist das wirklich hilfreich, um die gewünschten Befehle auch treffsicher auszuführen.
Verzichtet wurde obendrein auf die drei Direkttasten für den Installationsmodus. Der neue Befehlsgeber besitzt einen „Setting Memory“-Knopf, mit dem alle gespeicherten Presets aufgerufen werden. Nun kann ganz bequem „1,85:1“ oder „Cinemascope“ ausgewählt werden – und der JVC DLA-N7 fährt die gewünschte Bildposition mit allen zusätzlich abgelegten Einstellungen zügig an.

Messungen und Diagramme
JVC gibt die Lichtausbeute mit 1900 Lumen an. Im hohen Lampenmodus wird dieser Wert mit 1928 Lumen (Hohe Helligkeit) sogar leicht übertroffen. Allerdings besitzt das Bild hiermit einen unschönen Grünfarbton. Für Präsentationen und Sport-Events bei Restlicht mag das funktionieren. Mein Fall ist das aber nicht. Schon gar nicht im dedizierten Heimkino. Kalibriert im User-Modus beträgt die Lichtausbeute ordentliche 1510 Lumen (D65). Das reicht aus, um Bildbreiten bis 4,20 Meter strahlend hell auszuleuchten. Der On/Off-Kontrast fällt mit 33.500:1 vorbildlich aus. Der ANSI-Kontrast ist mit 200:1 durchaus verbesserungswürdig.

Farbraum: In der Werkseinstellung (links) kommt das Farbprofil „BT.709“ seinen Vorgaben extrem nahe. Wirklich korrigierend eingreifen muss da niemand mehr. Ich habe es trotzdem mal getan, weil das Farbmanagement vorzüglich funktioniert. Auf den Punkt passen die Werte nach der Kalibrierung (rechts).

Farbraum:
In der Werkseinstellung (links) kommt das Farbprofil „BT.709“ seinen Vorgaben extrem nahe. Wirklich korrigierend eingreifen muss da niemand mehr. Ich habe es trotzdem mal getan, weil das Farbmanagement vorzüglich funktioniert. Auf den Punkt passen die Werte nach der Kalibrierung (rechts).

Farbraum: Die Tabellenwerte bestätigen die vorzüglichen Werte der Werkseinstellung (links). Die Primärfarben sind allesamt im grünen Bereich. Allenfalls die Farbtemperatur fällt mit 7120 Kelvin etwas zu kühl aus. Kalibriert (rechts) macht der Weißpunkt mit 6507 Kelvin (D65) eine Punktlandung.

Farbraum:
Die Tabellenwerte bestätigen die vorzüglichen Werte der Werkseinstellung (links). Die Primärfarben sind allesamt im grünen Bereich. Allenfalls die Farbtemperatur fällt mit 7120 Kelvin etwas zu kühl aus. Kalibriert (rechts) macht der Weißpunkt mit 6507 Kelvin (D65) eine Punktlandung.

Graustufenverlauf: In der Werkseinstellung (links) verlaufen Rot, Grün und Blau schon recht gleichmäßig. Das etwas zu niedrige Rot erklärt die 7120 Kelvin. Nach einer unkomplizierten Anpassung der RGB-Gain-Regler ist der Graustufenverlauf ganz vorzüglich (rechts). Das äußert sich in neutralen Graufarben über alle Helligkeitsabstufungen.

Graustufenverlauf:
In der Werkseinstellung (links) verlaufen Rot, Grün und Blau schon recht gleichmäßig. Das etwas zu niedrige Rot erklärt die 7120 Kelvin. Nach einer unkomplizierten Anpassung der RGB-Gain-Regler ist der Graustufenverlauf ganz vorzüglich (rechts). Das äußert sich in neutralen Graufarben über alle Helligkeitsabstufungen.

Gamma: Das Gamma ist schon in der Werkseinstellung (links) optimal. Da bedarf es keiner weiteren Anpassung (rechts).

Gamma:
Das Gamma ist schon in der Werkseinstellung (links) optimal. Da bedarf es keiner weiteren Anpassung (rechts).

HDR-Farbräume: Der JVC DLA-N7 besitzt gleich zwei HDR-Farbprofile. Diese nennen sich „HDR“ und „BT.2020“. Das schwarze Dreieck zeigt den DCI-P3-Farbraum im Rec.2020-Container. Während das Farbprofil „HDR“ vor allem Grün deutlich und Rot minimal verfehlt (links), schiebt sich bei Nutzung des Farbprofils „BT.2020“ ein Filter in den Lichtweg, welches das Farbspektrum vergrößert (rechts). Die Vorgaben werden nun punktgenau getroffen, ohne dass auch nur eine weitere Anpassung erforderlich ist. Sehr gut!

HDR-Farbräume:
Der JVC DLA-N7 besitzt gleich zwei HDR-Farbprofile. Diese nennen sich „HDR“ und „BT.2020“.
Das schwarze Dreieck zeigt den DCI-P3-Farbraum im Rec.2020-Container. Während das Farbprofil „HDR“ vor allem Grün deutlich und Rot minimal verfehlt (links), schiebt sich bei Nutzung des Farbprofils „BT.2020“ ein Filter in den Lichtweg, welches das Farbspektrum vergrößert (rechts). Die Lichteinbußen durch das Filter betragen gerade mal 5 %. Die Vorgaben werden nun punktgenau getroffen, ohne dass auch nur eine weitere Anpassung erforderlich ist. Sehr gut!

Bildeindrücke
Nach den umfassenden Messungen, die mich nachhaltig beeindruckt haben, geht es nun um die subjektiven Bildeindrücke.
Starten tue ich zunächst mit den üblichen Testbildern.

Grautreppe: Ich bin schlichtweg begeistert von der Farbneutralität. Die Grautreppe ist über alle Helligkeitsabstufungen Schwarz/Weiß. Kein Bereich weist auch nur die minimale Verfärbung auf. Das habe ich so bislang nur bei sehr guten Ein-Chip-DLP-Projektoren gesehen. Darüber hinaus sind alle Abstufungen bestens zu sehen. So eine perfekte Durchzeichnung (ganz ohne Korrekturen) hat Seltenheitswert.

Grautreppe:
Ich bin schlichtweg begeistert von der Farbneutralität. Die Grautreppe ist über alle Helligkeitsabstufungen Schwarz/Weiß. Kein Bereich weist Verfärbungen auf. Das habe ich so bislang nur bei sehr guten Ein-Chip-DLP-Projektoren gesehen. Darüber hinaus sind alle Abstufungen bestens zu erkennen.
So eine perfekte Durchzeichnung (ganz ohne Korrekturen) hat Seltenheitswert.

4K-Auflösung – Fadenkreuz: Das Fadenkreuz weist nach minimaler Konvergenzkorrektur (Rot/Blau jeweils +1) keine Farbsäume auf.

4K-Auflösung – Fadenkreuz:
Das Fadenkreuz besitzt bereits nach minimaler Konvergenzkorrektur (Rot/Blau jeweils +1) keine Farbsäume.

Foto: Michael B. Rehders - Diese Schwarz/Weiß-Fotoaufnahme habe ich in Prag geschossen. In nativer UHD-Auflösung besitzt das Tuch ganz feine Muster. Der JVC stellt diese Texturen ganz ohne Verfärbungen dar. Damit kann ich den N7 uneingeschränkt für Fotografen empfehlen, die Wert auf hochwertigste Präsentationen legen.

Foto: Michael B. Rehders –
Diese Schwarz/Weiß-Fotoaufnahme habe ich in Prag geschossen. In nativer UHD-Auflösung besitzt das Tuch ganz feine Muster. Das Bildwerk ist ein echter Prüfstein für 4K-Projektoren. Nicht so für den JVC DLA-N7. Der JVC stellt die Texturen ganz ohne Verfärbungen dar. Damit kann ich den N7 uneingeschränkt für Fotografen empfehlen, die Wert auf hochwertigste Präsentationen und Originalfarbdarstellungen legen.

Full HD
Der JVC DLA-N7 skaliert Filme von der Blu-ray vorzüglich auf UHD-Auflösung oder gar 4K hoch. Die Schärfe und Feinauflösung begeistern mich. Es sind keinerlei Pixelstrukturen auf der Leinwand zu sehen, so fein löst dieser 4K-Projektor den Content auf. Die Farben sind überaus natürlich.
JVC hat dem N7 eine Autoblende spendiert, die je nach Inhalt öffnet oder schließt.
Bei Zuspielung von dunklen Inhalten schließt die Blende, bei Zuspielung von helleren Inhalten öffnet sie.
Damit durch unterschiedliche Luminanzen keine Farbveränderungen zu sehen sind, findet ein Gammaausgleich statt. Das wird seit Jahren bei automatischen Iris-Systemen so gehandhabt.
Dieser Gammaausgleich führt (bei allen mir bekannten Projektoren) zu sichtbare Farbveränderungen. Davon ist leider auch der N7 nicht verschont. Neu ist hingegen, dass 100 % weiße Inhalte leicht gelblich verfärbt werden. Dies lässt sich mit weißer Schrift auf schwarzem Untergrund beliebig reproduzieren, in dem die Blende Ein/Ausgeschaltet wird. JVC ist dieser Imstand mittlerweile bekannt. Ich hoffe auf ein zeitnahes Software-Update.
Da mir der Schwarzwert (0,04 Lumen) dunkel genug ist, lasse ich die Blende ohnehin ausgeschaltet. Dadurch werden helle Elemente in dunklen Szenen mit maximaler Luminanz strahlend hell abgebildet. Mir gefällt das besser als ein sichtbar abgedunkeltes Bild.

In „Casino Royale“ ist die Schwarz/Weiß-Anfangssequenz völlig farbneutral mit feinsten Grauverläufen. Das grobe Filmkorn wird originalgetreu reproduziert. Auf den Bahamas sehen die Farben fantastisch aus. Der Teint von James Bond ist sonnengebräunt. Die Palmen und Gräser sind bestens zu erkennen. So klar und scharf habe ich diese Szenen bislang bei noch keinem Drei-Chip-Projektor unter 18.000 Euro gesehen. Das ist absolute Referenz, was der JVC DLA-N7 hier auf die Leinwand knallt.

Foto: Michael B. Rehders Der gerade mal 15 % große Ausschnitt aus meiner Rom-Aufnahme verschlägt mir in 4K-Auflösung die Sprache. So nah am Original habe ich dieses Bild noch bei keinem anderen 4K-Projektor unter 30.000 Euro vorab gesehen. Die Personen vor dem Kolosseum sind detailliert zu sehen. Das braun-rote Gebäude im Hintergrund weist nicht nur alle Mauersteine auf, sondern auch noch die Fassungen der Straßenlaternen. Fantastisch!

Foto: Michael B. Rehders
Der gerade mal 15 % große Ausschnitt aus meiner Rom-Aufnahme verschlägt mir in 4K-Auflösung die Sprache. So nah am Original habe ich dieses Bild noch bei keinem anderen 4K-Projektor unter 30.000 Euro vorab gesehen. Die Personen vor dem Kolosseum sind detailliert zu sehen. Das braun-rote Gebäude im Hintergrund weist nicht nur alle Mauersteine auf, sondern auch noch die Fassungen der Straßenlaternen. Fantastisch!

Foto: Michael B. Rehders Selbst in Werkseinstellung begeistert mich der Bildeindruck. Das Hamburg-Panorama zeigt in seinem 5-%-Ausschnitt, dass STADTRUNDFAHRT auf dem roten Doppeldecker vollständig abgebildet wird, ebenso das Hamburg-Wappen daneben. Die Orangefarbigen U-Bahntüren sehen originalgetreu aus. Sogar die schwarzen Türgummis sind zu sehen.

Foto: Michael B. Rehders
Selbst in Werkseinstellung begeistert mich der Bildeindruck. Das Hamburg-Panorama zeigt in seinem 5-%-Ausschnitt, dass STADTRUNDFAHRT auf dem roten Doppeldecker vollständig abgebildet wird, ebenso das Hamburg-Wappen daneben. Die Orangefarbigen U-Bahntüren sehen originalgetreu aus. Sogar die schwarzen Türgummis sind zu sehen.

 

Foto: Michael B. Rehders - Auch diese Ausschnittsvergrößerung weist die sehr gute Schärfedarstellung aus. Feinste Schriftzüge werden gestochen scharf abgebildet.

Foto: Michael B. Rehders – Auch diese Ausschnittsvergrößerung weist die sehr gute Schärfedarstellung aus. Feinste Schriftzüge werden gestochen scharf abgebildet.


HDR

Mit nativem UHD-Material von der 4K-Blu-ray, Netflix oder Amazon Video läuft der JVC DLA-N7 dann zur wirklichen Hochform auf. Feinste Spitzlichter sind in „Alien: Covenant“ zu sehen. Es sieht einfach umwerfend aus, wie hell die Sterne im Weltraum leuchten. Als Diana in „Justice League“ nachts ihren Wagen am Straßenrand parkt, aussteigt und durch die mit Neonlichtern beleuchtete Straße geht, sehen die kräftigen Farben umwerfend gut aus. Der Vorteil von HDR sind nämlich nicht nur helle Spitzlichter, sondern auch deutlich hellere satte Farben.
Darüber hinaus besitzt der DLA-N7 ein automatisches Tone Mapping. Der JVC analysiert die Metadaten im zugespielten Content und stellt sich automatisch auf die idealen Werte ein. Quasi HDR Plug & Play – und es funktioniert vorzüglich.
Es sind keine Korrekturen nötig. Alle Details sind zu erkennen. So macht HDR wirklich ganz großen Spaß!
Leider hinterlegen aber nicht alle Filmhersteller die Nits-Werte aus dem Mastering in die Metadaten. Bei diesen Filmen kann der DLA-N7 also auch nichts auslesen, beziehungsweise analysieren. Filme wie „Der Marsianer“ erscheinen dann möglicherweise zu dunkel. Hier reicht es allerdings aus, den Kontrastregler auf 10 anzuheben, um auch in diesen Filmen einen ansprechenden Helligkeitseindruck zu erhalten.
Erfreulich finde ich, dass das Filter fast geräuschlos in den Lichtweg fährt, um das volle Farbspektrum (100 % DCI) auszuschöpfen. Vorbei sind damit auch die Zeiten, in denen das Filter lautstark in den Lichtstrom „geschossen“ wird, so wie es noch bei der X-Serie von JVC der Fall ist. Allenfalls mit dem Ohr am Projektor kann ich hören, wie der Stellmotor des DLA-N7 diese Aufgabe ganz leise ausführt. Sehr gut!

 

Alle Filme von Sony besitzen nicht nur korrekte Metadaten, sondern auch noch versteckte Testbilder im Menü. Um diese Testbilder aufzurufen, muss folgende Tastenkombination auf der Fernbedienung eingegeben werden: 7669 (Der Name SONY auf einer Handy-Tastatur). Der Spielfilm „Sully“ weist die Max CLL / Max FALL mit 4000 / 290 Nits aus. Der JVC DLA-N7 liest diese Werte aus und stellt alles richtig darauf ein. Das Ergebnis ist ein überaus farbenprächtiges HDR-Bild, mit kräftigen Farben und perfekter Durchzeichnung. Von 0,001 bis 4000 Nits werden alle Inhalte aus dem Film abgebildet.

Sony Home Entertainment: Sully – Alle Filme von Sony besitzen nicht nur korrekte Metadaten, sondern auch noch versteckte Testbilder im Menü. Um diese Testbilder aufzurufen, muss folgende Tastenkombination auf der Fernbedienung eingegeben werden: 7669 (Der Name SONY auf einer Handy-Tastatur).
Der Spielfilm „Sully“ weist die Max CLL / Max FALL mit 4000 / 290 Nits aus. Der JVC DLA-N7 liest diese Werte aus und stellt alles richtig darauf ein. Das Ergebnis ist ein überaus farbenprächtiges HDR-Bild, mit kräftigen Farben und perfekter Durchzeichnung. Von 0,001 bis 4000 Nits werden alle Inhalte aus dem Film abgebildet.

 

Allerkleinste Linienmuster in UHD-Pixelgröße stellt der JVC DLA-N7 vollständig dar. Der volle Kontrast bleibt erhalten. Aufgrund von minimalen Interferenzen/Konvergenzabweichungen kommt es zu ganz leichten Einfärbungen der schwarzen Linien. Diese haben keinen negativen Einfluss auf reale Bildinhalte und sind nur auf Testbildern zu detektieren.

Allerkleinste Linienmuster in UHD-Pixelgröße stellt der JVC DLA-N7 vollständig dar. Der volle Kontrast bleibt erhalten. Aufgrund von minimalen Interferenzen/Konvergenzabweichungen kommt es zu ganz leichten Einfärbungen der schwarzen Linien. Diese haben keinen negativen Einfluss auf reale Bildinhalte und sind nur auf Testbildern zu detektieren.

 

Wer eine Curved-Screen nutzt, kann die Kissenverzeichnung spielend einfach digital korrigieren.

Foto: Michael B. Rehders – Wer eine Curved-Screen nutzt, kann Kissenverzeichnung spielend einfach digital korrigieren.

 

3D
Spielfilme in 3D machen immer noch großen Spaß. Aus diesem Grund erfreuen sich zahlreiche Fans an dreidimensionalen Bildern. Der JVC DLA-N7 stellt entsprechende Filme mit satten Farben und nahezu ohne störende Crosstalk-Effekte (allgemein auch Ghosting genannt) dar. Genutzt werden dafür 3840 x 2160 Pixel, auf die der N7 das Full-HD-Material hochskaliert. 4096 x 2160 Pixel mittels „Zoom“ wird ignoriert. Bei der Installation des Lichtwerfers sollte das berücksichtigt werden. Der Crosstalk-Canceler kann dafür sogar auf die höchste Stufe 8 gestellt werden, ohne dass dies zu nennenswerten negativen Effekten führt. Stattdessen nimmt die Lichtausbeute beträchtlich zu. Filme wie „Justice League“ sind in 3D eine wirkliche Bereicherung. Erfreulich, dass JVC immer noch seinen Kunden diese Technik in den Projektoren bietet, denn aus fast allen aktuellen TV-Geräten ist das 3D-Feature mittlerweile verschwunden.

Foto: Michael B. Rehders Der JVC DLA-N7

Foto: Michael B. Rehders
Der JVC DLA-N7

Fazit
Der JVC DLA-N7 ist ein nativer 4K-Heimkino-Projektor, der in fast allen Belangen vollauf überzeugen kann. Besonders beeindruckend sind die überaus brillanten Bilder, dank originalgetreuer Farben, herausragender Schärfe und des großen nativen On/Off-Kontrastes. Die umfangreiche Ausstattung mit motorischer Optik, 3D und HDR begeistern. Darüber hinaus funktioniert HDR via automatischen Tone Mapping quasi Out of the Box hervorragend. In der Summe ist der JVC DLA-N7 so gut, dass er ab sofort meine neue Projektoren-Referenz darstellt, an der sich zukünftig alle anderen Modelle messen lassen müssen.

Pro und Kontra
+ native UHD/4K-Auflösung
+ sehr hell mit 1450 Lumen (D65)
+ sehr hoher On/Off-Kontrast (33.500:1)
+ HDR-fähig mit 18 Gbit/Sek.
+ Automatische Kalibrierung mit „AutoCal“
+ Zwischenbildberechnung ganz ohne Soap-Effekt
+ 3D mit Funk-Technik
+ vollständiges Farbmanagement
+ angenehm leise
+ Optik voll motorisiert
+ Lens-Memory mit diversen Speichermöglichkeiten
+ sehr scharf
– Auto Iris verursacht Farbverfälschung
– unpraktische Fernbedienung

Technische Daten und Messungen
Modell: JVC DLA-N7
Technik: 3-Chip D-ILA
Helligkeit: 1510 Lumen (D65) kalibriert
Kontrast: 33.500:1 (On/Off), 200:1 (ANSI)
Schwarzwert: 0,04 Lumen
Bildauflösung: 4096 x 2160 Pixel
Lampe: 265 Watt
Leistungsaufnahme: 400 Watt
Betriebsgeräusch: 21 dB (Eco-Lampenmodus), 30 dB (hoher Lampenmodus)
Lens-Shift: Ja (vertikal und horizontal)
3D-Wiedergabe: Ja
3D-Transmitter: optional erhältlich gegen Aufpreis
3D-Brille: optional erhältlich gegen Aufpreis
Ausführungen: Schwarz
Abmessungen (HBT): 234 x 500 x 495 mm
Gewicht: 19,8 Kg
Preis: 7990,00 Euro
Garantie: 2 Jahre (3 Jahre bei Fachhändlerkauf)

Test, Text und Fotos: Michael B. Rehders

Kommentare sind geschlossen.